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Kritik von Martin Zopick zu 'Dark Blue World'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 01.08.2017
95%
Der sympathische tschechische Regisseur Jan Sverak ("Kolya", "Leergut") hat wieder einen Film abgeliefert, an den er mit viel Gefühl, etwas Komik und großem politischen Bewusstsein rangegangen ist. Und dabei für Viele Neuland betreten hat.
Hier rückt er die fast vergessene Tatsache ins Bewusstsein der Zuschauer, dass tschechische Piloten in der Royal Air Force gegen Nazi-Deutschland gekämpft haben. Es ist aber weit mehr als ein Fliegerfilm aus dem 2. Weltkrieg, denn einer der Helden von damals, Franta (Ondrej Vetchy) war in die Heimat zurückgekehrt und wurde prompt von den Kommunisten in ein Arbeitslager gesteckt. Freiheitskämpfer sind den Stalinisten suspekt. Das Lager bietet lediglich die Rahmenhandlung. Der Hauptplot wird in Retros erzählt.
Anders als in den großen Hollywood Produktionen wie 'Pearl Harbour' setzt das Drehbuch auf differenzierte Persönlichkeiten. Das Individuum hat hier Vorrang vor einer pompösen Panoramaschau.
Eine echte Männerfreundschaft verbindet den älteren Franta mit dem jungenhaften Heißsporn Karel (Krystof Hadek). Sie retten sich gegenseitig bei Lufteinsätzen das Leben, werden aber am Boden zu Rivalen wegen Susan (Tara Fitzgerald). Die wartet auf die Heimkehr ihres Mannes von der Front.
Susans Wechsel von Karel zu Franta wird sehr glaubwürdig geschildert und auch der damit zusammenhängende Liebeskummer. Besonders das überraschende Ende demonstriert, wie der Krieg die Menschen durcheinander gewirbelt hat. Neue Beziehungen aufbaut, auch welche beendet. Die ganze Welt hat sich nach dem Krieg total verändert. Das muss Franta begreifen. Sehr dezent werden die menschlichen Beziehungen nur angedeutet (inklusive eines Cocker Spaniel, Frantas Lieblingshund). In dieser 'dunkelblauen Welt' geht alles zurück auf "Los". Großartig!
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