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Kritik von Gerald Holmer zu 'Mulholland Drive'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 23.06.2017
75%
"Mulholland Drive - Straße der Finsternis" ist ein Thriller mit Drama- und Mystery-Elementen von David Lynch aus dem Jahr 2001. Der Film spielt in Los Angeles und erzählt eine mysteriöse Geschichte von Liebe, Eifersucht und Mord.

Der Streifen besteht eigentlich strenggenommen aus zwei Teilen, wobei Teil 1 rund 80 Prozent ausmacht und hauptsächlich linear erzählt wird, ohne große Verwirrungen. Eine attraktive, brünette Frau (Laura Harring) entgeht nachts auf dem Mulholland Drive einem Mordanschlag nur dadurch, dass sie als einzige einen schweren Autounfall überlebt und dabei ihr auch noch das Gedächtnis verliert. Sie irrt durch das nächtliche L.A. und trifft am nächsten Morgen zufällig auf die blonde Betty (Naomi Watts), eine Unschuld vom Lande, die in Hollywood Schauspielkarriere machen will. Die fremde Frau nennt sich zunächst Rita, gesteht Betty aber später, dass sie nicht mehr weiß, wer sie eigentlich ist. Ihre Neugier, dem Geheimnis der dunkelhaarigen Frau auf die Spur zu kommen, ist nun geweckt und so versucht sie, "Rita" zu helfen. Dabei kommen sich die beiden Frauen näher und verlieben sich ineinander.
Soviel zum ersten Teil. Im kleineren, zweiten Abschnitt, werden plötzlich die Rollen vertauscht und die Geschichte läuft vermeintlich wirr durcheinander, ohne eine erkennbare Struktur. Betty wird zu Diane und Rita zu Camilla, auch die Rollen anderer in der Geschichte vorkommender Schauspieler werden verändert. Nach und nach kommt schließlich durch die Erzählung heraus, dass Diane an heftigen Halluzinationen leidet.

"Mulholland Drive" ist Folgendes nicht: Leicht zu verstehen und Mainstream. Aber ich denke, das ist von Regisseur Lynch - bisher 4-fach oscarnominiert und Schöpfer der bekannten Serie "Twin Peaks" - selten beabsichtigt. Er ist und bleibt ein Meister des Surrealismus, dies zeigt er auch hier. Der Film steckt voller Symbolik und Spielräumen zur Interpretation, welches es dem Zuschauer zunächst schwer macht zu verstehen, was das Ganze eigentlich soll. Aber wenn man über die Handlung nachdenkt - und das muss man - kommt man dahinter, dass hier unterschwellig ordentlich Kritik an Hollywood und dem Filmgeschäft geübt wird. Für mich bietet der Streifen hier echte Filmkunst, auch wenn das Erzähltempo ungewohnt langsam ist. Das macht ihn aber nicht minder spannend.

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