Gotham City scheint, auch durch das Harvey-Dent-Gesetz, das die Gefängnisse füllt, ein besserer, unantastbar guter Ort geworden zu sein. Als Comissioner Gordon (
Gary Oldman) allerdings nach einer scheinbar belanglosen Entführung eine Entdeckung macht, die ihm das Blut in den Adern gefrieren und ihn schwer verwundet zurück lässt, ist klar: Etwas Dunkles, Gefährliches braut sich unter den Straßen Gothams zusammen. Seit Batman (
Christian Bale) sich jedoch für den Tod Harvey Dents verantwortlich zeigte und seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen wurde, hat Gotham auch keinen Helden mehr. Ein junger Detective (
Joseph Gordon-Levitt) glaubt nicht daran, dass Batman für Dents Tod verantwortlich ist - und dass er vielleicht zurückkehrt. Catwoman (
Anne Hathaway) verfolgt ihre eigenen Pläne, um gut abzuschneiden, wenn Gotham untergeht. Und dann ist da noch die verführerische Miranda Tate (
Marion Cotillard), die ihre ganz eigene Rechnung offen hat.
Während all dieser Geschehnisse fristet Bruce Wayne in seiner Villa sein Dasein in Einsamkeit und Selbstmitleid. Was ist er Gotham schuldig? Was seiner geliebten Rachel Daws? Und was will er selbst?
Sein Butler Alfred (
Michael Caine) fürchtet, er würde das Spiel so lange treiben, bis er endlich verliert - und wünscht Bruce Wayne nur eines: ein Leben außerhalb der Maske; sein Lebensglück. Aber ist Bruce Wayne dafür bereit? Braucht Gotham Batman noch ein letztes Mal? Und wenn ja, wird er scheitern?
Christopher Nolan verfilmte seinen letzten Batman-Film nicht in 3D, da ihm die Technik zu wenig ausgefeilt vorkam. Er verzichtet auf optischen Schnickschnack und erzählt die Geschichte seiner Trilogie zu Ende. Damit ist ihm ein Meisterwerk gelungen- die wohl beste Trilogie ever! Denn er schafft es, jeden Film zwar abzuschließen, aber dennoch einen roten Faden zu schaffen, der sich aufrecht erhält. Jedem Film ist ein großes Thema zugeordnet - diesem hier "Schuld". Nolan schafft es meisterlich, seinen Batman zwischen Verzweiflung und dem Drang, sich zu beweisen, hin und her pendeln zu lassen. Dabei findet er den idealen Schauspieler in Christian Bale, der seinem Charakter Tiefe verleiht. Der, für meinen Geschmack, zu düstere zweite Teil wird von diesem hier übertroffen, der durch ein ganzes Ensemble bester Schauspieler und toller Charaktere zu etwas ganz Besonderem wird. Es ist die psychologische Tiefe der Protagonisten, der aus einer Comic-Verfilmung großes Kino ohne Kitsch und Heldenverehrung werden lässt.
In meiner Wertung verliert der Film fünf Prozent, da ich finde, dass Gotham City, obwohl man immer New Yorks Skyline sah, eine universelle Stadt war, die überall auf der Welt sein könnte. Das hat die Aussage des Films ausgemacht. In diesem Teil jedoch ist ganz deutlich Manhattan zu sehen und die CIA mischt auch noch mit, was ich schade finde, denn mit dem amerikanischen Filmen typischen Pathos hat diese große Geschichte nichts zu tun und sie hätte diese Assoziation auch nicht nötig gehabt.
Dieser bleibt jedoch der einzige Kritikpunkt für einen wirklich klugen, außergewöhnlichen und dennoch spannenden Film!