Wieder einmal hat es
Guillaume Depardieu versucht, als eigenständiger Schauspieler neben dem übermächtigen Vater
Gérard zu bestehen. Mit diesem Film ist das nicht geglückt. Ein unausgegorenes Machwerk voller Widersprüche, das die Grenze des Unerträglichen überschreitet. Es klaffen eklatante Diskrepanzen zwischen den Szenen im Film und dem Anspruch des Regisseurs. Grégoire kann nicht lieben, weil er immer noch an seiner verstorbenen Mutter hängt. Doch zu ihrer Beerdigung kommt er zu spät, sie tritt nie auf. Wieso das Verhältnis so eng ist erfährt man nie. Er defloriert das Dienstmädchen Angèle (
Morgane Moré), das ihm zugelaufen ist und erwacht unter Tränen. Man fragt sich: warum? Ihr Name gibt zwar einen Hinweis zum Titel, aber was es damit auf sich hat, erfährt man nicht. Wenn man sucht, findet man einen Hinweis zum Duft ihrer Haut. Grégoire heiratet die Tochter eines Konzernchefs, obwohl er sie nicht liebt und besucht Angèle im Gefängnis, wo sie unschuldig sitzt. Natürlich unschuldig. Sie liebt ihn, will aber nicht mit ihm gehen. Ja geht's noch?
Schließlich kommt sie frei und bleibt doch bei den Nonnen des Gefängnisses. Renommierte Stars wie
Dominique Blanc sowie
Valeria Bruni-Tedeschi leisten wohl Aufbauhilfe für Regisseur
Vincent Perez.
Bestenfalls kann man bei Angèle mit viel Wohlwollen von einem Käthchen-Effekt reden. Vieles wird klischeehaft dargestellt: nachdem die beiden auf dem Bett nach hinten wegkippen sieht man nur die sich verkrampfenden Hände der beiden, danach Angèle in der Dusche sitzend. Alles klar? Man sehnt das Ende herbei!