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Kritik von Gerald Holmer zu 'Fahrenheit 451'

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Kritik von Gerald Holmer
veröffentlicht am 27.08.2017
80%
Ein Credit (Würdigung) ist eine Namensnennung einer Person im Vor- oder Abspann eines Filmes.
"Fahrenheit 451" ist ein britischer Science-Fiction-Film des Regisseurs François Truffaut aus dem Jahr 1966. Es war die einzige britische Produktion des französischen Regisseurs und basiert auf dem gleichnamigen Roman des amerikanischen Schriftstellers Ray Bradbury von 1953. Fahrenheit 451 ist die Temperatur, bei der Buchpapier sich entzündet (ca. 233 Grad Celsius).

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist der Besitz und das Lesen von Büchern strengstens verboten. Literatur führe angeblich zu Unwohlsein und asozialem Verhalten, da sie sich oft nur mit Problemen auseinandersetzt und diese anspricht. Glückseligkeit versprechen nur eine Dauerberieselung durch Fernseh-Bildwände und Medikamente. Der Staat agiert autoritär und angestellte "Feuerwehrmänner" haben die Aufgabe, Bücher bei den Leuten aufzuspüren und zu verbrennen, anstatt Feuer zu löschen. Einer von ihnen ist Guy Montag (Oskar Werner). Seit fünf Jahren ist er nun schon dabei und erledigt seine Aufgabe so gut, dass er kurz vor einer Beförderung steht. Doch eines Tages trifft er auf dem Nachhauseweg in der Schwebebahn auf Clarissa (Julie Christie). Im Gegensatz zu den anderen Mitmenschen redet sie gerne und liest auch, aber ihren Beruf als Lehrerin ist sie deshalb los. Sie stellt ihm auch die außergewöhnliche Frage, ob er heimlich Bücher liest. Von nun an beginnt Montag an sich und seinem Beruf zu zweifeln. Er stellt sein Tun in Frage und fängt tatsächlich an, Bücher zu lesen, die er bei den Säuberungsaktionen unbemerkt mitgehen hat lassen. Seine Frau Linda (ebenfalls Christie) ist allerdings davon gar nicht begeistert, verrät ihren Mann eines Tages an die Feuerwehrbehörde und verlässt ihn anschließend auch noch. Guy möchte schließlich seinen Job kündigen, doch an seinem letzten Arbeitstag muss er seine Bücher und sein eigenes Haus in Brand stecken. Dabei kann er ein Buch von Edgar Allan Poe retten. Doch er rebelliert, verbrennt seinen Vorgesetzten (Cyril Cusack) und flieht vor Fliegenden Einheiten in ein Waldgebiet, wo sich die sogenannten Buchmenschen aufhalten. Eine kleine Gruppe von Andersdenkenden, von denen jeder ein Buch auswendig lernt und an die nächste Generation weitergibt.

Mir persönlich hat dieser dystopische Streifen sehr gut gefallen, da ich diesmal zur Abwechslung auch die Buchvorlage kenne und so einen guten Vergleich anstellen kann. Ganz im Sinne der hier vorliegenden Grundidee: Das Bücherlesen. Es gab zwar ein paar Veränderungen (z.B. Vornamen der Frauen, Figuren etc.), aber insgesamt haben sich der Regisseur und sein Team weitestgehend an die Vorlage gehalten und eine gute Adaption abgeliefert. Film- und tricktechnisch ist das Ganze aus heutiger Sicht natürlich etwas dürftig, aber der Film ist auch schon über 50 Jahre alt und deshalb in dieser Hinsicht in Ordnung. Wirklich futuristisch wirkte nur die Bildwand, eine Art Flachbild-Fernseher, und die hängende Einschienen-Schwebebahn im Film. Letztere war ab 1960 eine französische Teststrecke in der Nähe von Orléans, wurde Ende der 60er Jahre wieder abgebaut und in Teilen verkauft. Die Passagiergondel diente dann später nur noch als Hühnerstall. Besonders interessant war auch noch der Anfang, denn statt die Infos im Vorspann (sog. Credits) einzublenden, wurden sie von einer Frau aus dem Off angesagt. Das war anders und wieder ganz im Sinne des Stoffes: Anders zu sein als die anderen, ist nicht verkehrt.

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