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Kritik von Alexander Kiensch zu 'Iron Man 2'

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Partner von Entania
Kritik von Alexander Kiensch
veröffentlicht am 16.07.2017
65%
Unter dem Dach des Konzerns Marvel Entertainment versammeln sich viele Unternehmen der Unterhaltungsbranche, darunter die Marvel Studios, die Kinofilme mit den verschiedenen Comichelden des Hauses realisiert. Zu den bekanntesten Characteren gehören Spider-Man, die X-Men und Hulk.
www.marvel.com

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Unter dem Begriff Cliffhanger versteht man den offenen Ausgang einer Geschichte. Das Wort beschreibt auch jenen Höhepunkt, der am Ende einer Geschichte den Zuschauer dazu bewegen soll, auch deren Fortsetzung zu verfolgen.
Mittlerweile ist Marvels Cinematic Universe ja ein zentraler Bestandteil des alljährlichen Kinoprogramms und wird möglicherweise rückblickend sogar von ähnlich filmhistorischer Bedeutung sein wie die Ära des Film noir. Angefangen hat das alles mit den "Iron Man"-Filmen. Nachdem der erste Teil mit einem recht spektakulären Cliffhanger geendet hatte, setzt der zweite direkt an dieser Stelle ein - und führt mit Mickey Rourke einen neuen Bösewicht ein.

Dieser will sich an Tony Stark (Robert Downey Jr. wohl in der Rolle seines Lebens) für das bittere Schicksal seines Vaters rächen und baut eine ganz ähnliche Technologie, mit der er einen ebenbürtigen Gegner darstellt. Während das US-Militär noch darüber streitet, ob der Iron Man-Anzug eine Waffe sei, die in staatliche Kontrolle gehöre, gehen die beiden zum Kampf über.

Mit Gwyneth Paltrow, Scarlett Johansson und Samuel L. Jackson in Nebenrollen bietet "Iron Man 2" ein ordentliches Staraufgebot. Dazu kommen umwerfende Spezialeffekte auf dem Zenit der aktuellen Computertechnologie, eine rasante Schnittmontage und ein krachender Rocksoundtrack, der besonders die fulminanten Actionsequenzen passend unterlegt. Perfektes Hollywood-Entertainment, könnte man also meinen.

Dazu ist der Film definitiv entworfen, und dennoch bleibt er ein kleines Stück hinter dem ersten Teil zurück. Das liegt vor allem an der zu spärlich geratenen Verteilung der Actionszenen. Aus dem Marvel-Universum kennt man eigentlich deutlich heftigere Zerstörungsorgien. Das an sich wäre ja nicht weiter schlimm, nur leider bleibt die Story, auf die sich Regisseur Jon Favreau hier so konzentriert, bestenfalls mittelmäßig spannend: ein eher undramatischer Vater-Sohn-Konflikt, Starks Egozentrismus und Narzissmus, die selbstzerstörerische Ausmaße annehmen, und Johansson und Jackson als Black Widow und Nick Fury, die aber eher wenig zu verrichten haben, tragen den Großteil der Laufzeit. Für echte Dramatik fehlt es an Intensität und charakterlicher Gebrochenheit - bei aller Selbstverliebtheit bleibt Stark doch die zentrale Sympathiefigur des Films.

Diese inhaltliche Unausgegorenheit, gepaart mit inzwischen üblichem Product Placement, plumpen Böse-Russen-Klischees und eben zu wenig Krawall lassen "Iron Man 2" im Mittelteil doch reichlich die Puste ausgehen. Aber spätestens zum Finale darf es wieder ordentlich krachen und das postmoderne Action-Fanherz freut sich. Immerhin machen die Darsteller ihre Sache gut, die Inszenierung bleibt durchgehend höchstes Hollywood-Niveau und wirklich langweilig wird es dank des doch vielschichtig angelegten Hauptcharakters auch nicht. Vielleicht lag die Messlatte nach dem großartigen ersten Teil auch einfach zu hoch.

Insgesamt ist "Iron Man 2" damit ein gelungen kalkuliertes Blockbuster-Produkt, das mit starken Effekten und schicker Optik, garniert mit witzigen Wortduellen, über weite Strecken zu unterhalten weiß. Auch wenn er definitiv der schwächste Teil der "Iron Man"-Trilogie ist - ansehen kann man ihn sich auf jeden Fall. Schon allein als wichtiges Bindeglied im Marvel-Universum.

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