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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'The Big Lebowski'

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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 06.04.1998
100%
Eigentlich will er ja nur seine Ruhe und in aller Gemütlichkeit mit seinen Freunden bowlen, aber sein Name macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Wie man es von den Ehan und Joel Coen gewohnt ist, so ist auch "The Big Lebowski" ein amüsanter Streifen mit Kultcharakter geworden.

Der Dude (Jeff Bridges) ist ein Relikt der 68-er Bewegung. Arbeitslos und den Kopf voll Gras genießt er sein Leben mit Bowling, seinem Lieblingsdrink dem Weißen Russen und seinen beiden besten Freunden Walter (John Goodman, momentan noch in "Dämon" zu sehen) und Donny (Steve Buscemi, Fargo). Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages eine Gruppe von Schlägern bei ihm zu Hause erscheint um Geld von ihm zu kassieren, daß die Ehefrau des Dudes irgendwem schuldet. Nur: welche Frau? Selbst die Eindringlinge erkennen nach kurzer Zeit, daß sie sich den falschen geschnappt haben.
    Der Dude läßt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Die Schläge, die er einstecken mußte sowie die Verwüstung seiner Wohnung steckt er mit Leichtigkeit weg, allerdings stört es ihn, daß die Schläger auf seinen Teppich gepieselt haben, das Utensil, das seine Wohnung erst so richtig gemütlich gemacht hat. Einen Schuldigen hat er auch schnell gefunden: den Millionär, der den gleichen Nachnamen trägt wie er. Also macht er sich auf die Socken zu ihm, und irgendwie kommt er auch an einen Teppich, obwohl sein Namensvetter ihn für einen Penner hält - der weiß halt nichts davon.
    Aber sein Besuch bei Lebowski bleibt nicht ohne Folgen. Kurze Zeit später bekommt er einen Anruf, jedoch nicht, weil er einen Fliesenschoner geklaut hat, er soll einen Job erledigen: Bunny (Tara Reid), die Ehefrau des Millionärs, wurde entführt, und der Dude soll das Lösegeld an die Kidnapper übergeben.
    Walter bietet gleich an, ihm bei der Übergabe zu helfen, besser gesagt: er drängt sich auf. Als Vietnam-Veteran, der immer noch in Armeestiefeln durchs Leben schreitet, hat er schließlich einige Erfahrung mit Feinden. Außerdem könnte man die Kohle ja auch selbst einsacken...

Die Brüder Ethan und Joel Coen haben immer wieder, zum Beispiel mit Filmen wie "Hudsucker" oder "Arizona Junior" richtig schöne Filme mit neuen Ideen auf die Leinwand gezaubert und spätestens mit "Fargo" im vergangen Jahr den Sprung vom Geheimtip zu großen Filmemachern geschafft. "The Big Lebowski" schließt sich dieser Tradition problemlos an. Immer wieder überrascht er mit unerwarteten Slapstikeinlagen und surrealsitischen Traum- oder besser Bewußtlosigkeitssequenzen. Außerdem dürfte er einen Rekord aufgestellt haben, was die Benutzung der Worte "Scheiße" und "pissen" angeht -  hier dürfte er sogar Pulp Fiction schlagen.
    Das Thema Kidnapping scheint es den Coens schwer angetan zu haben, denn dieses Thema verfilmten sie nun schon zum dritten mal, wobei jedoch keiner der Filme mit einem anderen sehr viel gemein hat. Zugegeben, eine großartige Handlung hat dieser Film nun wirklich nicht, aber das macht nichts. Irgendwie schaffen Joel und Ethan (gemeinsam mit ihrer Spitzenbesetzung) es trotzdem aus einer kleinen Geschichte einen großen Film zu machen.
    Erwähnenswert ist mit Sicherheit auch die Top-Leistung des Trios Bridges, Goodman und Buscemi, die ihre Sache mehr als nur gut machen. Goodman überzeugt in der für ihn ungewohnten Rolle des aufbrausenden Ex-Soldaten genauso wie Bridges als hängengebliebener Hippie. Auch Buscemi spielt seine Rolle sehr gut, wobei man allerdings bemerken muß, daß sie nicht besonders groß ist.

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