In "Merida - Legende der Highlands" taucht Pixar ab in die liebevoll und mit Detail gestaltete Welt eines mittelalterlichen Schottlands. Mit Merida hat der Film eine sehr temperamentvolle, junge, rebellische Protagonistin, welche mit ihrer wallend roten Mähne und ihrem sportlichen, wilden Wesen die Zuschauer in ihren Bann zieht. Die Story ist im Prinzip ganz simple gehalten: Ein Mädchen und eine Mutter sind sich nicht einig über den Werdegang des Mädchens, es kommt zu Streit und das Mädchen wünscht sich, dass alles anders wäre. Anders heißt nur nicht zwingend besser, und wenn Veränderungen durch Zauberei bewirkt werden kann es leicht zu Problemen kommen.
Es kommt wie es kommen muss. Das große Chaos bricht aus und Merida, aber auch ihre Mutter, lernen einige wichtige Lektionen. Um diese seichte Grundstory herum werden von Pixar eine Menge Nebengeschichten angeschnitten, aber bedauerlicher Weise nicht so ausgeführt, wie man es hätte tun können, wodurch der Spannungsbogen eigentlich nie wirklich auf Spannung steht und der Film eigentlich bloß durch wunderschöne Landschaft und Schmunzelmomente und kleine Lacher punktet. Auch enttäuscht der Soundtrack auf ganzer Linie, denn bei einem mittelalterlichen Film welcher in Schottland spielt erwartet man Melodien keltischen oder gälischen Ursprungs. Zwar wird kurz in alter Sprache gesprochen, aber die Lieder sind Englisch und die Melodien nicht erwähnenswert.
Insgesamt kann man sagen, dass es sich bei "Merida" um einen arg seichten Film handelt, welcher für die gesamte Familie geeignet ist, aber sich einfach mehr auf die Optik als den Inhalt konzentriert. War diese Kritik hilfreich?
4 von 7 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich. |