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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Notting Hill'

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Notting Hill
Poster zu "Notting Hill"Kinostart Deutschland: 01.07.1999

Komödie, Lovestory

Großbritannien 1999, ca. 123 min.

FSK: ab 12, $ 42 Mio. Budget
» Trailer
Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann, veröffentlicht am 23.06.1999
Freundschaften und Beziehungen zwischen Menschen aus dem Show-Business und "normalen" Menschen sind doch eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt, oder? Zumindest sind solche Bekanntschaften von Anfang an schwierig. Ob es zwischen dem Buchhändler William und der Schauspielerin Anna anders sein wird?

William Thacker (Hugh Grant) ist Inhaber eines kleinen Buchladens im Londoner Notting Hill. Sein Geschäft läuft nicht gerade besonders gut, eine Spezialbuchhandlung für Reiseführer mitten in London ist wohl etwas fehl am Platz, und auch bei Frauen hat er wenig Erfolg: seine beste Freundin Bella (Gina McKee) ist mit seinem Freund Max (Tim McInnerny) verheiratet, und seine letzte Freundin ist mit einem Typ durchgebrannt, der einem bekannten Schauspieler sehr ähnlich sah.
    Ist das der Grund, aus dem er sich mit den bekannten Gesichtern Hollywoods überhaupt nicht auskennt? Als eines Tages die berühmte amerikanische Schauspielerin Anna Scott (Julia Roberts, die Hochzeit meines besten Freundes) in seinem Laden auftaucht, erkennt er sie jedenfalls nicht, und kommt erst etwas später mit ihr ins Gespräch, nachdem er ihr auf der Straße einen Becher Orangensaft übergeschüttet hat und sie zu sich nach hause einlädt, damit sie ihre Garderobe hier wieder in Ordnung bringen kann. Dummerweise lebt William nicht alleine, sondern mit dem äußerst unordentlichen Spike (Rhys Ifans) zusammen, der die Wohngemeinschaft in Sekundenschnelle in ein Schlachtfeld verwandeln kann.
    Diese Umgebung macht auf die erfolgreiche Schauspielerin nicht gerade den besten Eindruck, dennoch verabschiedet sie sich mit einem Kuß von ihm - und er schwebt im siebten Himmel. Aber ... kann sich zwischen den beiden, realistisch betrachtet, überhaupt etwas entwickeln? Immerhin sind sie doch sehr unterschiedlich ...

"Notting Hill" ist fast eine ganz normale Liebeskomödie, aber eben nur fast. Den Unterschied zu einem einem normalen Film dieses Genres machen vor allem Spike, Williams Mitbewohner, und einige recht kantige Sprüche von und über die Schauspielerin aus, die unter ihrem Ruhm und ihrem Aussehen mehr oder weniger auch zu leiden hat, und mit dieser Situation nicht so ganz zurecht kommt. Das Hintergrundgeschehen im Showbiz ist glaubhaft dargestellt, seien es Situationen am Set, Pressekonferenzen oder die Meinung von Schauspielern über ihre Kollegen. Es gibt einige tiefsinnige Erkenntnisse über zwischenmenschliche Beziehungen, und auch wenn der Schluß und einige Szenen doch sehr, sehr seicht sind, ist der Film dennoch eine amüsante Sache. In einer kleinen Nebenrolle ist übrigens Alec Baldwin als Ehemann Annas zu sehen; im Abspann ist er nicht erwähnt.

Wertung von Heinz:
 75%
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