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Kritik von Philipp Stroh zu 'Orphan - Das Waisenkind'

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Kritik von Philipp Stroh
veröffentlicht am 29.10.2009
75%
Casting bezeichnet den Vorgang, bei dem die Besetzung der Rollen eines Films oder eines anderen Werks mit Schauspielern festgelegt werden.
Teuflische Knirpse nehmen ja längst ein eigenes Fach im Horrorregal ein. Doch diese Esther, mit der einfach etwas nicht stimmt, lässt auf ihre ganz eigene Weise selbst die Klassiker der Sparte im Regen stehen. "Orphan" ist einer dieser Filme, die den Zuschauer fest an sich ziehen, statt nur zu berieseln, und das, obwohl die Grundgeschichte aus altbekannten Versatzstücken besteht. Letztere werden bewusst verwendet und so clever eingesetzt, wie selten.

Genüsslich wird der Ärger des Zuschauers geschürt, über die Blindheit der Protagonisten und ihr selbstverschuldetes Manövrieren in schier ausweglose Lagen, was letztendlich nur den guten Spannungsbogen bestätigt. Dann stellt sich auch noch heraus, dass die Geschichte längst nicht so typisch ist, wie gedacht. "Orphan" nimmt sich mit den über zwei Stunden Spieldauer viel Zeit, doch nur um sich vom gut gemachten Aufguss zu einer der Horrorüberraschungen des Jahres zu steigern. Besondere Erwähnung verdienen dabei die hervorragend gecasteten Kinderdarsteller - an erster Stelle natürlich Necomer-Sensation Isabelle Fuhrman alias Esther -, die das Drehbuch erst richtig funktionieren lassen. Mal wieder ein Originaldrehbuch übrigens, man merkt wirklich den Unterschied. Vera Farmiga ("Running Scared") und Peter Sarsgaard ("Jarhead - Willkommen im Dreck") gefallen ebenfalls als nicht zu glattgebügeltes Ehepaar.

Auch wenn sich "Orphan" auf genau die gleichen Eckpfeiler wie fast jeder Kino-Horrorfilm stützt, die Story um der Funktionalität willen nicht jedes kleine Loch zu stopfen weiß und die Schocker-Szenen dem Kenner meist nur ein müdes Lächeln abringen, wird man dank vieler kleiner aber feiner Einfälle in einer sich stets steigernden Handlung und einem guten Gespür für das Wecken von Zuschaueremotionen überdurchschnittlich gut unterhalten. "Orphan" verblüfft als richtig fieser Wolf im Schafspelz, denn ganz im Stil von Esther, mit der irgendetwas nicht stimmt, löst sich der Film still und klammheimlich von den Ketten des Subgenres, bis zum unaufhaltsamen Ausbruch.

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