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Kritik von Michael Scharsig zu 'Der Hobbit - Smaugs Einöde'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 04.01.2014
95%
Unter dem Begriff Cliffhanger versteht man den offenen Ausgang einer Geschichte. Das Wort beschreibt auch jenen Höhepunkt, der am Ende einer Geschichte den Zuschauer dazu bewegen soll, auch deren Fortsetzung zu verfolgen.
Wenn schon vor Beginn einer Verfilmung feststeht, dass die Geschichte in Mehrteiler separiert wird, dann ist es nicht selten der Fall, dass jeder dieser Filme mit bestimmten Problemen zu kämpfen hat. Auch am Hobbit gehen diese kleinen Probleme nicht vorbei. So hatte der erste Teil den Anspruch, die Figuren so gut es geht einzuführen und miteinander zu verbinden, außerdem war der kindische Slapstick-Gehalt hoch. Nun hat Teil zwei das Problem ausreichend Spannung und Storygehalt zwischen Beginn und großem Ende zu flechten.

Peter Jackson hat diese Probleme meiner Meinung brilliant gelöst indem er den Drachen Smaug nicht im Endgegner-Stil bringt, sondern als Überleitung mit schönem Cliffhanger. Der Slapstick weicht ein wenig der Ernsthaftigkeit, wobei ich hier von düster noch nicht sprechen würde. An den Darstellern kann nicht viel ausgesetzt werden, da sie allesamt kurze Einsatzzeiten bekommen. Was viele Kritiker nicht verstehen: Peter Jacksons Interpretation vom Hobbit ist keine reine Buchverfilmung, sondern nur daran angelehnt. Deshalb streut er auch Einflüsse anderer Tolkien-Werke mit ein. Und deshalb ist es auch völlig legitim und für den Spannungsbogen gut, dass Neuling Tauriel und Legolas mehr Präsenz erhalten.

Während mir Thorin Eichenschilds Wandlung etwas zu spontan einsetzt und die Sequenzen in der Seestadt zu langatmig sind, weiß vor allem der letzte Teil mit Smaug durchaus zu begeistern. Benedikt Cumberbatchs Bass-Stimme passt wie die Faust aufs Auge. Die Effekte sind einmal mehr das Maß aller Dinge, wobei ich sagen muss, dass der HFR-Effekt im ersten Teil auffälliger war.

Fazit: "Der Hobbit 2: Smaugs Einöde" schafft es den schwierigen Spannungsbogen eines Zweiteilers zu spannen. Vor allem Smaug und Tauriel werten die Geschichte auf, während vom Düsterwald, Gandalfs Parallelgeschichte und dem Bärenmenschen noch mehr erwartet werden darf. Erneut super Bilder und rasante Kamerafahrten lassen das Abenteuer weiterhin aufblühen. Im letzten Teil möchte ich dann aber doch einen Martin Freeman im Fokus, eine epische Schlacht und am Ende keine offenen Nebenschauplätze mehr.

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