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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Catwoman'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 19.08.2004
25%
Patience Philips, eine Künstlerin, die in einer Werbeabteilung arbeitet, ist ein schüchternes Mädchen und hat keinen guten Stand bei ihrem Chef. Als sie ihm spät nachts einen Entwurf für eine neue Werbekampagne vorbeibringen will, hört sie ein Gespräch mit, das sie zu einer Gefahrenquelle macht. Prompt kommt sie bei einem Unfall ums Leben - und als Catwoman wieder zu sich. Zuerst merkt sie jedoch nicht, daß sie sich verändert hat.

Die Kosmetikfirma Hedare ist eine der größten Firmen in diesem Bereich, und wird demnächst wohl Marktführer werden, denn schon in der kommenden Woche soll ein revolutionäres Mittel auf den Markt kommen, das die kleinen Fältchen bei Frauen nicht nur verschwinden lässt, sondern überhaupt den Alterungsprozess rückgängig machen soll. In dieser Firma arbeitet Patience Philips (Halle Berry) in der Werbeabteilung, doch mit ihrer Arbeit ist der Chef, George Hedare (Lambert Wilson), nicht zufrieden. Immerhin verschafft seine Frau Laurel (Sharon Stone) ihr eine Gnadenfrist von einem Tag, in der sie ihren Entwurf neu gestalten darf, und damit dann hoffentlich ihren Chef zufriedenstellt, damit sie ihren Job behalten darf.
Patience macht sich an die Arbeit, doch sie ist erst kurz vor dem Abgabetermin fertig, daher will sie ihren neuen Entwurf persönlich zu Hedare bringen. Durch eine Hintertür schafft sie es auch, in die bereits geschlossene Fabrik zu kommen, doch hier hört sie ein Gespräch mit, wodurch sie zu einer Gefahr für die Firma wird, denn das neue Produkt, das die Frauen schöner machen soll, verursacht starke Kopfschmerzen, macht die Anwenderinnen süchtig und kann sogar dazu führen, daß sie zu häßlichen Monstern werden, wenn sie das Produkt absetzen.
Patience will durch die Abwasseranlage fliehen, doch ihre Verfolger wissen wo sie sich befindet, und fluten kurzerhand das System. Als sie wieder zu sich kommt, hat sich einiges verändert: sie sieht und hört viel besser als vorher, weiß aber nicht, was mit ihr geschehen ist. Erst eine Begegnung mit Ophelia Powers (Frances Conroy), zu der sie die entlaufene Katze "Midnight" zurückbringt, offenbart ihr die Wahrheit: sie ist gestorben, und wurde als Katzenfrau wieder lebendig. Da sie sich an die letzten Stunden ihres Lebens nicht erinnern kann, will sie nun herausfinden, wer sie getötet hat, und warum. Hierbei können ihr ihre neuen Fähigkeiten sicherlich weiterhelfen, doch kann sie diese Superkräfte auch bei ihrem Date mit dem Polizisten Tom Lone (Benjamin Bratt) zu ihrem Vorteil einsetzen?

Um es gleich zu sagen: "Catwoman" ist eine der Comicverfilmungen, bei denen uns die Fortsetzung hoffentlich erspart bleibt. Der Film hat zwar einige interessante Ansätze, so zum Beispiel die gespaltene Persönlichkeit der Katzenfrau, die oft nicht mehr zu wissen scheint, was sie als Catwoman getan hat, ansonsten bleibt der Film aber sehr weit hinter seinen Möglichkeiten und den Möglichkeiten der modernen Technik zurück. Die Computereffekte wären vor zehn Jahren vielleicht noch annehmbar gewesen, aber für das Jahr 2004 sind sie nicht mehr akzeptabel. Die Fahrten über und durch die künstliche Stadt sowie die Nachtaufnahmen aus der Ferne sind alles andere als zeitgemäß, die Bewegungen der Catwoman sind bei vergleichbaren aktuellen Computerspielen wesentlich besser getroffen, und die Nahaufnahmen der Katze "Midnight" waren selbst beim gestiefelten Kater in "Shrek 2" realistischer - und dort sollten sie gar nicht mal wirklich realistisch sein.
Die Story gibt auch nichts her, was man nicht schon in anderen Superheldenfilmen irgendwo schonmal gesehen hätte. Immerhin gibt es aber ein Wiedersehen mit Benjamin Bratt, dem Mann an der Seite Sandra Bullocks in "Miss Undercover", doch auch er kann seiner Rolle und dem Film nicht den entscheidenden Schwung verpassen. Dann gibt es noch die üblichen Klischees: die Kollegen und einzigen Freunde von Patience sind eine korpulente Kollegin, die ständig auf Männerjagd ist, und der heutzutage schon übliche Quotenschwule. Insgesamt ein Film, bei dem man nicht wirklich etwas verpasst, wenn man ihn verpasst.

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