Patience Philips, eine Künstlerin, die in einer Werbeabteilung arbeitet, ist ein schüchternes Mädchen und hat
keinen guten Stand bei ihrem Chef. Als sie ihm spät nachts einen Entwurf für eine neue Werbekampagne
vorbeibringen will, hört sie ein Gespräch mit, das sie zu einer Gefahrenquelle macht. Prompt kommt sie
bei einem Unfall ums Leben - und als Catwoman wieder zu sich. Zuerst merkt sie jedoch nicht, daß sie sich
verändert hat.
Die Kosmetikfirma Hedare ist eine der größten Firmen in diesem Bereich, und wird demnächst wohl Marktführer
werden, denn schon in der kommenden Woche soll ein revolutionäres Mittel auf den Markt kommen, das die
kleinen Fältchen bei Frauen nicht nur verschwinden lässt, sondern überhaupt den Alterungsprozess rückgängig
machen soll. In dieser Firma arbeitet Patience Philips (Halle Berry) in der Werbeabteilung, doch mit
ihrer Arbeit ist der Chef, George Hedare (Lambert Wilson), nicht zufrieden. Immerhin verschafft seine
Frau Laurel (Sharon Stone) ihr eine Gnadenfrist von einem Tag, in der sie ihren Entwurf neu gestalten
darf, und damit dann hoffentlich ihren Chef zufriedenstellt, damit sie ihren Job behalten darf.
Patience macht sich an die Arbeit, doch sie ist erst kurz vor dem Abgabetermin fertig, daher will sie ihren
neuen Entwurf persönlich zu Hedare bringen. Durch eine Hintertür schafft sie es auch, in die bereits geschlossene
Fabrik zu kommen, doch hier hört sie ein Gespräch mit, wodurch sie zu einer Gefahr für die Firma wird, denn
das neue Produkt, das die Frauen schöner machen soll, verursacht starke Kopfschmerzen, macht die Anwenderinnen
süchtig und kann sogar dazu führen, daß sie zu häßlichen Monstern werden, wenn sie das Produkt absetzen.
Patience will durch die Abwasseranlage fliehen, doch ihre Verfolger wissen wo sie sich befindet, und fluten
kurzerhand das System. Als sie wieder zu sich kommt, hat sich einiges verändert: sie sieht und hört viel
besser als vorher, weiß aber nicht, was mit ihr geschehen ist. Erst eine Begegnung mit Ophelia Powers
(Frances Conroy), zu der sie die entlaufene Katze "Midnight" zurückbringt, offenbart ihr die Wahrheit:
sie ist gestorben, und wurde als Katzenfrau wieder lebendig. Da sie sich an die letzten Stunden ihres
Lebens nicht erinnern kann, will sie nun herausfinden, wer sie getötet hat, und warum. Hierbei können ihr
ihre neuen Fähigkeiten sicherlich weiterhelfen, doch kann sie diese Superkräfte auch bei ihrem Date mit
dem Polizisten Tom Lone (Benjamin Bratt) zu ihrem Vorteil einsetzen?
Um es gleich zu sagen: "Catwoman" ist eine der Comicverfilmungen, bei denen uns die Fortsetzung hoffentlich
erspart bleibt. Der Film hat zwar einige interessante Ansätze, so zum Beispiel die gespaltene Persönlichkeit
der Katzenfrau, die oft nicht mehr zu wissen scheint, was sie als Catwoman getan hat, ansonsten bleibt der Film
aber sehr weit hinter seinen Möglichkeiten und den Möglichkeiten der modernen Technik zurück. Die
Computereffekte wären vor zehn Jahren vielleicht noch annehmbar gewesen, aber für das Jahr 2004 sind sie nicht
mehr akzeptabel. Die Fahrten über und durch die künstliche Stadt sowie die Nachtaufnahmen aus der Ferne sind
alles andere als zeitgemäß, die Bewegungen der Catwoman sind bei vergleichbaren aktuellen Computerspielen
wesentlich besser getroffen, und die Nahaufnahmen der Katze "Midnight" waren selbst beim gestiefelten
Kater in "Shrek 2" realistischer - und dort sollten sie gar
nicht mal wirklich realistisch sein.
Die Story gibt auch nichts her, was man nicht schon in anderen Superheldenfilmen irgendwo schonmal gesehen
hätte. Immerhin gibt es aber ein Wiedersehen mit Benjamin Bratt, dem Mann an der Seite Sandra Bullocks in
"Miss Undercover", doch auch er kann seiner Rolle und dem Film nicht
den entscheidenden Schwung verpassen. Dann gibt es noch die üblichen Klischees: die Kollegen und einzigen
Freunde von Patience sind eine korpulente Kollegin, die ständig auf Männerjagd ist, und der heutzutage schon
übliche Quotenschwule. Insgesamt ein Film, bei dem man nicht wirklich etwas verpasst, wenn man ihn verpasst.