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Kritik von Alexander Kiensch zu 'Ju-on: The Curse 2'

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Kritik von Alexander Kiensch
veröffentlicht am 18.08.2017
75%
Der Horror geht weiter: Die rachsüchtigen Geister der ermordeten Mutter und ihres Sohnes terrorisieren weiterhin jede Person, die ihr ehemaliges Haus betritt. In direkter Fortführung der Handlung des ersten Teils müssen sich hier ganze Gruppen von ahnungslosen Beteiligten gegen die gruseligen Attacken zur Wehr setzen. Dabei nimmt der Albtraum immer weitere Umkreise ein, sogar ermittelnde Polizisten und Immobilienmakler sind nicht vor den Geistern sicher.

Die zeitgleich gedrehte Fortsetzung von "Ju-on - The curse" entwickelt die Handlung passgenau weiter und zeigt die nie endende Rachsucht der Ermordeten. Dabei gelingen auch dem zweiten Teil wiederholt eindrückliche Horrorbilder, die zarte Naturen noch lange verfolgen können. Auch schaffen es die Filmemacher mehrmals, völlig unvorhergesehene Schocks über Zuschauer und Agierende hereinbrechen zu lassen. Mit dunkler, trister Farbdramaturgie und einem auf das absolut Notwendige zurückgefahrenen Soundtrack entsteht so eine dichte Atmosphäre der permanenten Bedrohung, die für anhaltende Hochspannung sorgt. Dadurch wird auch "Ju-on - The curse 2" zu einem extrem packenden, intensiven Grusel-Erlebnis.

Besonders spannend an der inhaltlichen Fortführung der Geschichte ist hierbei, dass endlich einige Handlungsfäden, die im ersten Teil eröffnet, dann aber in der Luft hängen gelassen wurden, geschlossen werden. So werden Zusammenhänge deutlich, die der Story eine gute Grundlage verleihen und dem Zuschauer die Orientierung erleichtern. Dabei ist von Vorteil, dass der zweite Teil chronologisch wesentlich geordneter abläuft als der erste. Für das Verständnis der Gesamtgeschichte ist diese Fortsetzung also unabdingbar.

Ein sehr großer Wermutstropfen ist dabei allerdings die schier unfassbare Dreistigkeit der Filmemacher, wenn es ums Einsparen von Geld und Aufwand geht: Dass die erste halbe Stunde eines gerade einmal 76 Minuten laufenden Films komplett aus Szenen des ersten Teils besteht, ist eine inszenatorische Frechheit par excellence. Auch wenn das die intensivsten und verstörendsten Szenen des Vorgängers sind - der Zuschauer wird erneut mit dem Anblick der keuchenden Leiche konfrontiert, die eine Treppe herunter kriecht - ist ein solcher auch noch dermaßen umfangreicher Trick einfach nicht in Ordnung. Hinzu kommen der eine oder andere unnötige Spezialeffekt und einige wenige Gruselszenen, die über das Ziel hinaus schießen und eher lächerlich wirken.

Nichtsdestotrotz ist auch "Ju-on - The curse 2" ein ungeheuer fesselnder, beängstigender und tief verstörender Horrorschocker, der mit düsterer Atmosphäre, dunklen Bildern und extrem effektiven Schocksequenzen aufwartet. Faszinierend ist hierbei auch der Einsatz der Tonspur, der des Öfteren den eigentlichen Grusel heraufbeschwört. Für Freunde des japanischen Horrorfilms ist die ganze Reihe also ein absolutes Muss.

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