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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Buffalo Bill und die Indianer'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 08.03.2011
55%
Der Büffeljäger William F. Cody (1846-1917) zählt als Buffalo Bill zu den schillerndsten Gestalten der amerikanischen Geschichte. Als Freund der Indianer setzte er sich im Weißen Haus für ihre Rechte ein und versuchte später, die Geschichte des Wilden Westens als groß angelegte Show zu erzählen, die er sogar in Europa aufführte. Regisseur Robert Altman hat Buffalo Bills Show als Grundlage für seine 1976 mit großem Aufwand inszenierte Satire "Buffalo Bill und die Indianer" genommen, um einmal mehr den amerikanischen Traum zu demontieren.
Im Jahre 1880 beginnt der alternde, alkoholsüchtige Buffalo Bill (Paul Newman), eine opulente Wild-West-Show mit vielen Artisten und Darstellern auf die Beine zu stellen. Neben der Scharfschützin Annie Oakley (Geraldine Chaplin) soll die Darstellung der Schlacht von Little Big Horn den Höhepunkt des Spektakels bilden und dem dort gefallenen General Custer ein Denkmal setzen. Dafür müssen natürlich auch Indianer her. Doch das Engagement von Sioux-Häuptling Sitting Bull, den Buffalo Bill regelrecht der Lächerlichkeit preisgeben will, verläuft nicht wie erwartet.
Dass Robert Altman den beliebten Hollywood-Star Paul Newman mit der Darstellung eines selbstverliebten, abgehalfterten und zu allen Mitteln greifenden Show-Ekels besetzt hat, verdeutlicht mehr als jede inszenatorische Finesse, wie eine allgemeine Heldenfigur als lachhafte Shownummer entlarvt wird. Allerdings fällt diese Heldendemontage mit knapp zwei Stunden Spielzeit arg langatmig aus, da die Geschichte sonst wenig zu bieten hat.
Zusammen mit Gregor Jordans Neowestern "Gesetzlos - Die Geschichte des Ned Kelly" und Tonino Valeriis "Der Tod ritt dienstags" ist "Buffalo Bill und die Indianer" nun in der Kinowelt-Box "Die Glorreichen Drei - Western-Klassiker 3" erhältlich.
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