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Kritik von Frederik Braun zu 'Asterix & Obelix gegen Caesar'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 28.09.2009
80%
Die wohl beliebteste europäische Comic-Figur ist der Gallier Asterix, dessen Dorf dank eines Zaubertranks Julius Caesars Römern erfolgreich Widerstand leistet. Kaum eine andere Reihe verbindet verschiedenste Kulturen und Bräuche auf so amüsante Weise wie die von René Goscinny und Albert Uderzo erschaffenen Comics. Auch die Zeichentrickfilme, zumindest die älteren, konnten den Wortwitz der Comics erfolgreich in bewegte Bilder fassen.

Als die erste Realadaption des Asterix-Universums damals angekündigt wurde, war ich zunächst sehr skeptisch. Wie die Vergangenheit schon oft genug gezeigt hat, haben es Realverfilmungen von beliebten Comics oder Zeichentrickserien oft nicht leicht, gilt es doch den Charme der Vorlage möglichst originalgetreu in die reale Welt zu übertragen.

"Asterix & Obelix gegen Caesar" hat mich jedoch positiv überrascht. Sicherlich hat der Film seine Mankos: So passiert es leider nur selten, dass die Abenteuerkomödie den Wortwitz und die humorige Raffinesse der Comichefte erfasst. Trotzdem bietet der Film jede Menge witziger Gags, auch wenn es manchmal droht auf Klamauk-Niveau abzustürzen. Hier muss man aber einfach auch anmerken, dass eine perfekte filmische Umsetzung des Asterix-Humors so gut wie unmöglich ist.
Was mich vielmehr überzeugt hat, ist die Ausstattung und die Detailverliebtheit, mit der Regisseur Claude Zidi ans Werk gegangen ist. Das Dorf, die Kostüme, die Landschaft - all diese Sachen sorgen für eine "gallisch gute" Atmosphäre. Dazu bei trägt vor allem auch der wirklich grandiose Soundtrack von Jean-Jacques Goldman und Roland Romanelli, der einem anschließend nicht mehr aus dem Gedächtnis gehen will.

Die Schauspieler können ebenfalls überzeugen. Ich hatte zunächst meine Zweifel, als ich gehört habe, dass Gérard Depardieu Obelix spielen sollte, weil sie sich von der Statur und auch vom Aussehen her stark unterscheiden. Im Endeffekt hat er mir jedoch sehr gut gefallen, genau wie Christian Clavier, den ich in seiner Rolle als Asterix fast nicht wiedererkannt habe. Der großartige Gottfried John passt optisch perfekt zu Julius Cäsar, Oscarpreisträger Roberto Benigni gibt als Destructivus einen etwas nervigen, aber durchaus amüsanten Bösewicht ab und auch der restliche Cast, u.a. Claude Piéplu als Druide Miraculix und Pierre Palmade als Barde Troubadix, überzeugt.

Fazit: Dank der Liebe zum Detail, der tollen Ausstattung, einem großartigen Soundtrack und der aus den Comics nett zusammen geschusterten Story wird "Asterix & Obelix gegen Caesar" zum Spaß für jung und alt - auch wenn der Humor nicht immer treffsicher ist. Und anders als in den beiden schwachen Realfilm-Fortsetzungen von 2002 und 2008 stehen hier die beiden Gallier im Vordergrund!

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