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Kritik von Hans-Dieter Müller zu 'Der Kaufhaus Cop'

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Kritik von Hans-Dieter Müller
veröffentlicht am 14.05.2009
70%
Auf den ersten Eindruck würde der Hauptdarsteller Paul Blart (Kevin James, u.a. aus "The King of Queens") wohl nicht als die allzu ambitionierte Sicherheitskraft im West-Orange-Einkaufszentrum durchgehen, welche er ist, sonder eher, denkt man sich den Schnauzbart weg, als ein verspieltes Kind. Das wird nicht zuletzt durch sein ständiges Gefährt, den "Segway Personal Transporter", einen elektronischen Roller, den auch seine Kollegen benutzen, bestätigt. So sehr Paul diesen im Griff hat, so sehr würde er ihn aber auch gegen ein Polizeitauto eintauschen. Denn Polizist zu werden war sein größter Traum, welchen er auch verwirklicht hätte, würde er nicht durch seine Zuckerkrankheit daran gehindert.

Aber dieser Sicherheitsmann lebt nicht nur im Schatten seines Wunschberufes, nein, er muss auch damit leben, dass seine Frau und seine Tochter ihn schon vor Jahren verlassen haben. Wie gut nur, dass zu Anfang des Films Paul auf Amy (Jayma Mays u.a. aus "Heroes") trifft. Mit ihrem Perückenstand ist sie ebenfalls den ganzen Tag im Einkaufszentrum, und zieht dann auch durch ihre Attraktivität Pauls Aufmerksamkeit auf sich.

An einem Tag im Einkaufszentrum beweist sich dann diese infantil-humoreske Art Pauls (welche wir schon von Doug Heffernan kennen) indem er kurz vor Ladenschluss die unerhoffte Gelegenheit auf eine Freirunde in der Spielhallen wahrnimmt. Abgelenkt bleibt er im Ungewissen über die nahende Gefahr einer Verbrecherbande, die das Einkaufszentrum okkupiert. Sich als Letzter im gesamten Komplex wähnend wird Paul schließlich von den bewaffneten Übeltätern und ihren Geiseln, darunter Amy, mächtig überrascht. Doch an Flucht ist für ihn nicht zu denken. "Sicherheit macht niemals Urlaub.", sagt er im Film. Mit dieser Einstellung und seinem kriminologisch anmutendem Wissen macht er sich auf, seine bis dato geringen Kompetenzen, hin zu seiner eigentlichen Lebensbestimmung, zu erweitern.

Also beginnt er geistreich und intuitiv durch alle Abteilungen und mit Hilfe aller dort zu findenden Güter erfolgreich etwas zu unternehmen. Atemberaubende Kunststücke durch Glasscheiben und in Luftschächten legt er dabei hin. Von James sind es in dieser Intensität ungewohnte, aber spektakuläre Bilder. Vor allem, da er auf einen Doppelgänger verzichtete.

Letztlich ist es, wie es auch nicht anders sein könnte: Der Gute gewinnt. Ohne Verluste. Und nach zehn Jahren im Sicherheitsdienst war es dieses Abenteuer, welches eine Bewährungsprobe für Paul darstellte. Schade, dass er also daraufhin nicht den angebotenen Posten als Polizist annimmt. Was wohl auch nicht zuletzt daran liegt, dass er Amy für sich gewinnt.

Fazit: Steve Carr gelingt es als Regisseur, wie in schon in "Next Friday", eine harmonische aber gewöhnliche Komödie zu inszenieren, und in diesem Fall seinen Schauspielern ihre solide Leistung einzubringen.
Da Nick Bakay (u.a. "Sabrina", "The King of Queens") und Kevin James jedoch das Drehbuch geschrieben haben, ist der Film durch ihrer beider miteinbezogenen Vorgeschichte vorbelastet. Denn nur die Allerwenigsten werden ohne "Doug" zu kennen ins Kino gehen. Auf das schon gut bekannte und wohl ausgelachte Klischee eines unpassenden Paares zu stoßen ist also nicht nur unoriginell sonder auch auf gewisse Weise langweilig. Aus dem selben Grund wird aber auch auf bewährte Komponenten einer Komödie zurückgegriffen. Leute zum lachen zu bringen, ist nie einfach, greift man aber auf schon erarbeitetes zurück, wird das relativiert. Für Kenner von Kevin James ist der Film also nur wegen seines atemberaubenden Körpereinsatzes empfehlenswert. Ansonsten ist der Film Mittelmass.

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