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Kritik von Martin Zopick zu 'Kafka'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 15.06.2017
90%
Ein Film mit Wiedererkennungswert.
Der Titel ist knackig, griffig, das Drehbuch (Lem Dobbs) lässt einen nicht mehr los und die ganze teilweise erfundene Handlung passt genau zu dem, was man vom Träger dieses Namens weiß und also erwarten kann.
Regisseur Steven Soderbergh hat ein Starensemble vor die Kamera geholt und kann beim Zuschauer ein Gespür für das monströse, leviatanhafte Unbekannte entstehen lassen. Menschen und Situationen bieten das, was man 'kafkaesk' nennt. Kafka (Jeremy Irons) getrieben von denen da oben. 'Die', das sind die Behörden (u.a. Ian Holm als Dr. Murnau), die Polizei (hier vertreten durch Armin Müller-Stahl) und über allem thront das Schloss. Alec Guinness ist der undurchsichtige Bürovorsteher, dem Joel Grey (zwanghaft korrekt) unterstellt ist. Und direkt unter Kafka arbeiten die Zwillinge, die für die Komik zuständig sind. Sie haben etwas von 'Rosenkranz und Güldenstern' an sich, werden später versuchen Kafka im Schloss abzuliefern. Dort oben, jetzt in Farbe, kommt dann eine 'Clockwork-Orange-Atmo auf, wo man versucht, einen effizienteren Menschen zu erschaffen durch Operationen am offenen Gehirn und Elektroschocks. Doch Dr. Frankenstein/Murnau hängt bald selbst am Fließband. Kafka ist in anarchistische Kreise geraten, die sogar eine Bombe platzieren. Dominante Vertreterin und prominentes Opfer ist Theresa Russell. Wie alle anderen Akteure agiert auch sie nur mit Gesichtslähmung. Einzig Jeroen Krabbé ist als rettender Lebenskünstler locker unterwegs.
Viele Szenen sind zwecks Akzentuierung durch Musik vom Hackbrett unterlegt. Ist Kafka am Ende ein gebrochener Mann? Ist er am Ende? Er hustet wie erwartet Blut. Egal. Spannend war's allemal.
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