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Kritik von Jörg Wetterau zu 'Pi'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Jörg Wetterau
veröffentlicht am 18.08.2012
80%
Ordentlicher, intelligenter und vielversprechender Debütfim des damals knapp 30-jährigen Darren Aronofsky Seinerzeit - 1998 - konnte man noch hoffen, dass er von Hollywood nicht vermurkst werden würde. Letztlich ein Trugschluss, wie sein vollkommen überschätzter "Black Swan" beweist, bei dem mir irgendwann die zwanghafte Symbolik auf den Geist gegangen ist.

Ganz anders sein in grobkörnigem Schwarz-Weiß gehaltenes Erstlingswerk. "Pi" erinnert in seiner Phantasie, seiner abstrusen Geschichte um ein wahnsinnig werdendes Mathegenie, seines avantgardistisch wirkenden Ambiente stark an David Lynchs sperrigen, aber höchst innovativen "Eraserhead". Besonders raffiniert ist der Musikeinsatz und die grelle Kameraführung. Sehr eindringlich gelungen die exzessiven, epileptischen Anfälle des Mathematikers. Allerdings gleitet der Film manchmal zu sehr in Bibel- und jüdische Mythologie ab, wird gehalten von schwachen Thrillerelementen.

Als Kunstfilm aber allemal sehenswert, auch wenn der letzte ganz große Kick, die große mutige Innovation fehlt. Sollte er bei arte mal wieder laufen, dennoch mal reinschauen und dranbleiben.

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