Edle Optik, weil schöne Körper in schöner Landschaft. Wir sind in der Welt der Schönen und Reichen. Ein Unbekannter (
Nicolas Cazalé) taucht hier auf. Die Mutter (
Marthe Keller, klischeehaft typisch) und die beiden Töchter sind von dem gut aussehenden, jungen Mann begeistert, die Männer eher etwas zurückhaltender. Die Töchter Julie (
Laura Smet) und Vanessa (
Anne Caillon), egal ob verheiratet oder nicht, sind bloß profillos schön. Einzig Vater
Jacques Dutronc bringt durch seine ruhige und bedächtige Art etwas geheimnisvolles Flair wenigstens ansatzweise ins Spiel. Ansonsten plätschert die Handlung so dahin. Da drängt sich der Gedanke an das Eine schon auf. Die Gelegenheit bietet sich auch, aber es passiert nichts. Es gibt gelegentliche Andeutungen über Sohn Philip (
Alexis Loret), der bestimmt noch kommen wird. Da hoffte ich auf einen Katelbach- bzw. Godot-Effekt und wurde bei Philips spätem Auftauchen bitter enttäuscht. Da kann man sich nur vom Originaltitel eine Erklärung erhoffen: 'UV ultraviolett'. So gesehen darf man sich nicht wundern, dass man am Ende auch nicht genau sieht, auf wen da geschossen wird und warum und ob wer auch immer getroffen wird oder nicht. Zumal wenn da noch zuvor ein bereits Erschlagener wieder auftaucht. Deshalb steht UV wahrscheinlich für 'Ungeschickt versemmelt'.