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Kritik von Benjamin Falk zu 'The New Guy'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 20.09.2017
50%
Damals habe ich "The New Guy" rauf und runter geguckt. War halt anspruchslos und machte irgendwie Spaß; zumindest im betrunkenen Zustand. Nun habe ich dem Werk mal wieder eine Chance gegeben und ansatzweise kann ich verstehen, dass ich das damals lustig fand. Ein wirklich guter Film ist das jedoch trotzdem nicht.

Wer könnte den Volltrottel Dizzy besser spielen, als DJ Qualls? Er passt einfach wie die Faust aufs Auge und macht sich in dieser Rolle sogar ziemlich gut. Irgendwie mag ich den Qualls ja gerne sehen. Er spielt nun also einen Loser, der unbedingt beliebt sein will, natürlich um bei den Damen zu landen. Typisches Highschool-Geplänkel; kennt man in- und auswendig. Ist nichts Besonderes, doch gerade Anfang der 2000er funktionierte sowas noch ganz gut, woran ein Apfelkuchen natürlich nicht ganz unschuldig war. Nun macht Dizzy also auf Bad Boy und alles andere ist so vorhersehbar, wie mein nächtlicher Schlaf. Tränendrüsen-Alarm inklusive. Ja, die kleine Message soll hier nicht fehlen und das ist schon arg konstruiert, sorgt aber dennoch für ein paar schöne Momente. Wenn das nicht alles so übertrieben wäre, dass es schon wieder plakativ wirkt, hätte ich mit dem Drehbuch mehr anfangen können, aber wenigstens scheint man sich da ein bisschen Mühe gemacht zu haben. Zwar ist die gesamte Handlung dermaßen unrealistisch (Ein Besucher im Knast hängt natürlich einfach so in den Zellen herum), aber so richtig böse ist man "The New Guy" dafür kaum. Manche Ideen sind nämlich gar nicht mal so schlecht und können zünden.

Außerdem ist das Ganze gut besetzt. Eddie Griffin hat an seiner überzogenen Rolle scheinbar genauso viel Spaß, wie Qualls, eine junge Zooey Deschanel gibt es auch noch zu sehen; Eliza Dushku durfte damals natürlich auch nicht fehlen und einen kleinen Auftritt von Richard Jenkins gibt es als Bonus obendrauf. Zusätzlich schaut Tony Hawk mal vorbei. Von der Besetzung her ist das recht stimmig geraten und selbst wenn die Charaktere kein noch so kleinstes Klischee auslassen, kann man sich mit ihnen anfreunden. Am Ende ist der Humor entscheidend. Damit steht und fällt eine Komödie selbstverständlich. Für "The New Guy" gilt: Auf jeden halbwegs gelungenen Gag folgen mindestens zwei, die überhaupt nicht funktionieren und manches davon ist auch recht peinlich. Niveaulos, ohne Anspruch und stets doof, aber immerhin konnte ich einige Male lachen und das war mir persönlich schon viel wert. Nach einem durchaus amüsanten Start verliert sich das hinterher in der Message, doch die knapp 90 Minuten vergehen dennoch einigermaßen kurzweilig. Zusätzlich sollte man noch den äußerst abwechslungsreichen Soundtrack nennen, der echt Stimmung macht. Die Musik und allgemein die Soundeffekte nehmen hier eine enorm große Rolle ein.

Fazit: "The New Guy" ist weder so richtig lustig, noch ist er ärgerlich. Das ist eine typisch durchschnittliche Komödie von etwas minderer Qualität, die aber dennoch Spaß machen kann, wenn man den passenden Humor mit bringt. Von der Handlung her nicht sonderlich originell, dafür aber mit ein paar amüsanten Ideen versehen und von den Darstellern auf jeden Fall gut gespielt. Leider trägt der Streifen meistens dermaßen dick auf, dass man sich fast schämen möchte. In meinem Alter funktioniert das jedenfalls nicht mehr so gut, aber weil es ein paar gelungene Lacher gibt, die Message an sich nicht schlecht ist und die Figuren zumindest einprägsam schräg genug sind, kann man dafür ruhig 5 Punkte geben!

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