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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Meuterei am Schlangenfluß'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 18.08.2017
70%
Nach "Winchester 73" (1950) war "Meuterei am Schlangenfluss" (1952) der zweite von insgesamt fünf Western, die Regisseur Anthony Mann und sein Star James Stewart miteinander realisierten. Darin überzeugt James Stewart als ehemaliger Bandit, der als Führer eines Siedlertrecks zu einem ehrbaren Leben findet. Koch Media hat diesen Klassiker im Rahmen der "James Stewart Western Collection" nun erstmals auf Blu-ray veröffentlicht.
Da er seine kriminelle Vergangenheit aus seiner Zeit in Missouri hinter sich lassen will, übernimmt Glyn McLyntock (James Stewart) die Führung eines religiösen Siedlertrecks nach Oregon. Als er unterwegs vorausreitet, um den richtigen Weg zu finden, rettet er den Banditen Emerson Cole (Arthur Kennedy) vor dem Strick und schlägt den Lynchmob in die Flucht. Cole schließt sich dem Treck des Siedleranführers Jeremy Baile (Jay C. Flippen) zunächst an und hilft ihm, einen Angriff von Indianern abzuwehren. Doch in Portland setzt sich Cole mit Bailes Tochter Laura (Julie Adams) ab, die dort ihre durch einen Indianerpfeil verursachte Schulterverletzung auskurieren muss. Zwar erreicht der Treck sein Ziel, doch die in Portland eingekauften Lebensmittel treffen nicht wie vereinbart ein. McLyntock und Baile machen sich auf den Weg in die Stadt und müssen feststellen, dass der Geschäftsmann Tom Hendricks (Howard Petrie) während des ausgebrochenen Goldrausches die Preise für Lebensmittel so stark angehoben hat, dass er sie lieber teuer den Goldsuchern verkauft als den Siedlern zum vereinbarten Preis. Baile und McLyntock gelingt es mit Hilfe des couragierten Schiffskapitäns, die ursprünglich eingekauften Waren aus dem Hafen zu bringen, doch so leicht gibt Hendricks nicht auf. Doch auch innerhalb des Trecks gibt es Stimmen, die die Lebensmittel lieber für hunderttausend Dollar an die Goldsucher verkaufen wollen ...
"Meuterei am Schlangenfluss" fängt sehr gut ein, wie das Fieber der Goldsucher ganze Städte und den Charakter von Menschen verändert. Während Hendricks auf der einen Seite als profitoptimierter Geschäftsmann die dunkle Seite verkörpert, wirkt auf der anderen Seite James Stewart als Ex-Bandit McLyntock umso strahlender, weil er die vor allem von Baile angezweifelte Wandlung vom bösen Gauner zum aufrechten Verfechter der guten Sache vollzieht. Interessanter und ambivalenter gestaltet sich die Figur des bekannten Ganoven Emerson Cole, der mit seinem Charme nicht nur Bailes schöne Tochter für sich einnimmt, sondern McLyntock oft genug zur Seite steht und ihm im Kampf gegen die Indianer sogar ebenfalls das Leben rettet. Doch seine längere Zwischenstation in Portland demonstriert auch, dass er auch der Verlockung des Geldes erliegt und so nicht allzu charakterfest eingestuft werden kann. Aus dem Spannungsfeld der Beziehungen zwischen Baile, McLyntock und Cole entwickelt sich die psychologische Spannung des Films, die Regisseur Anthony Mann ("Der Untergang des Römischen Reiches", "Die Glenn Miller Story") souverän inszeniert und abwechslungsreich mit nächtlichen Kämpfen, Schießereien und der schwierigen Reise des Trecks durch reißende Flüsse und bergige Fährten anreichert. Und schließlich ist noch Raum für Romanzen zwischen dem sympathischen Poker-Spieler Trey Wilson (Rock Hudson) und der jüngeren Baile-Tochter Marjie (Lori Nelson) einerseits und Cole und Laura andererseits, so dass "Meuterei am Schlangenfluss" für einen Western eine vielstimmige Mischung aus psychologischem Drama, Action und wunderschönen Landschaftsaufnahmen bietet.
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