foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Michael Scharsig zu 'Cloverfield'

WERBUNG
Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 31.12.2009
100%
Allein die ganze Geschichte um das Filmprojekt "Cloverfield" fasziniert mich. Es war schon im vorhinein wahre Kunst, wie der Film die modernen Medien für sich nutzte um auf sich aufmerksam zu machen. Das hatte logischerweise zur Folge, dass, zumindest bei mir persönlich, hohe Erwartungen geweckt wurden.

Und die wurden voll und ganz erfüllt, sogar übertroffen. Absolute Fans von Handkamerafilmen sind nämlich genau die Leute, zu denen ich mich zähle. Um sich auf die Filme einzulassen, muss ihr kleines Manko, nämlich die immer wieder kehrende Frage, wieso die Leute immer noch weiterfilmen, egal wie schlecht es gerade um sie steht, ignoriert werden. Die Antwort ist nämlich immer dieselbe: Es muss für die Nachwelt dokumentiert werden. Wenn man das ausblenden kann sollte man eigentlich begeistert davon sein.

"Cloverfield" lässt einen keine Minute los, immer passiert irgendwo etwas. Das Monster und die darauffolgenden Katastrophen werden einmal nur angedeutet, ein anderes mal befinden sich die Hauptpersonen des Films mittendrin. Was sich aber fast durch den ganzen Film zieht ist, dass man das Monster an sich nicht ein einziges Mal komplett sieht. Was eigentlich für die Panik sorgt sind das Geschrei, die Explosionen, die Dunkelheit und die Angst der Menschen. Alles geht blitzschnell.

Da wäre dann noch der Fakt, dass der Film so ziemlich jede Frage offen lässt, die man sich für gewöhnlich stellt. Wo kommt es her? Wie kann man es besiegen? Was will es? Aber ganz ehrlich: Würden normale Zivilisten, die mehr oder weniger in diese Katastrophe hinein stolpern, diese Fragen von selbst beantworten können? Am Tag des Geschehens? Einen Tag später? Wohl kaum. Sei es aus Schock, wegen fehlender Infos der Regierung oder einfach aus Ignoranz oder Dummheit.

Was diese Dinge angeht bleibt der Film realistisch und dafür ehre ich Ihn. "Cloverfield" gehört jetzt schon zu meinen absoluten Favoriten dieses Jahrzehnts. Er ist kein intellektuelles Drama und kein moralpredigender Antikriegsfilm, aber an Mystery und Science-Fiction bei weitem das Beste, was ich seit Jahren gesehen habe.

War diese Kritik hilfreich?
7 von 11 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
weitere Kritiken zu diesem Film
01.02.2008Coskun Celik
70%
01.02.2008Klaus Johann
75%
02.02.2008Florian Schönauer
90%
02.02.2008Masi Nasr
75%
16.02.2008Simone Lattenkamp
85%
26.02.2008Bernhard Escher
60%
18.04.2008Andreas Böhmer
10%
25.05.2008Michael Winnebeck
80%
13.06.2008Sascha Lowitzki
10%
12.07.2008Timo Liedtke
90%
22.08.2008Peter Mertens
85%
27.08.2008Dirk Hoffmann
75%
10.09.2008Alexander Stapper
95%
12.11.2008Kai Vollbrecht
95%
12.12.2009Stefan Petersohn
70%
31.12.2009Michael Scharsig
100%
Eigene Kritik schreiben
Weitere Kritiken in der aktuellen Übersicht oder im Archiv
 
 Teil der Serie 'Cloverfield' 
 Cloverfield (2008)  
 10 Cloverfield Lane (2016)  
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k4Wg
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen