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Kritik von Benjamin Falk zu 'Zickenterror - Der Teufel ist eine Frau'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 20.09.2017
70%
Manchmal erscheint es mir so, als wollen die Filmtitelvergeber in Deutschland absichtlich ihr Publikum abschrecken, dabei sollte ein Film doch eigentlich gerne gesehen werden. Bei einem Titel wie "Zickenterror - Der Teufel ist eine Frau" wird sichtlich auf ein gewisses Publikum gezielt, dabei hat der Film dahinter doch so viel mehr zu bieten. Hier gibt es eine durchweg nette Komödie zu sehen, die mir damals ordentlich gefiel und das noch immer tut.

Zu sehen ist Jason Biggs in seiner Blütezeit, damals, als er in gefühlt jeder Komödie mitspielte. Er gibt den Darren, der sich in eine Frau verliebt, die zu dominant erscheint für seine beiden Freunde Wayne und J.D. Steve Zahn und Jack Black sind als diese ebenfalls toll anzusehen und machen beide das, was sie am besten können, nämlich ordentlich übertreiben. Nun gibt ihnen das Drehbuch auch jegliche Möglichkeit, das zu praktizieren, sie entführen nämlich die Freundin und verhalten sich dabei reichlich blöde. Manchmal sind es eben die kleinen Stories, die das Leben so unterhaltsam machen und "Zickenterror", den ich noch unter dem Titel "Evil Woman" kennenlernte, bietet genau dies. Eine simple Geschichte, die völlig unglaubwürdig ist, aber Spaß macht. Das Drehbuch besteht aus dermaßen vielen bescheuerten Ideen, dass man daran zwangsläufig seinen Spaß haben muss, wenn man denn die primitivere Art bevorzugt. Gut geschrieben ist das nicht unbedingt, aber es ist tatsächlich nicht zu vorhersehbar, welcher Blödsinn denn als nächstes stattfindet.

Dennis Dugan ist eben der Mann, wenn es um den etwas blöderen Humor geht. Auch ohne Adam Sandler geht es. "Zickenterror" bleibt dabei stets seinem doofen Humor treu, die meisten Lacher zielen unter die Gürtellinie, sind geschmacklos und auch gerne mal derb, dennoch muss man sagen, dass es meistens harmlos bleibt und das Resultat niemandem weh tun dürfte. Außerdem ist der Aufbau des Filmes wirklich gut gelungen, so dass es niemals langweilig werden kann, denn dafür ist einfach viel zu viel los. Amanda Peet ist als teuflische Frau herrlich und reißt die Szenen an sich, einen gar nicht mal so kleinen Auftritt von Neil Diamond gibt es noch obendrauf. Außerdem muss man sagen, dass R. Lee Ermey in diesem Film köstlich ist. Aus diesen reichlich verschrobenen Figuren, die trotzdem irgendwie liebevoll behandelt werden, bezieht das Ganze seine größte Kraft, denn man schaut ihnen gerne zu, so doof sie auch sind, sie wirken irgendwie sympathisch. Das schafft definitiv nicht jeder Film und man muss das als Stärke bezeichnen. So vergehen dann rund 90 Minuten Laufzeit schnell, denn sie sind turbulent gestaltet, mit reichlich Gags versehen und da muss nicht mal jeder Lacher sitzen.

Fazit: "Zickenterror" hat zwar einen dämlichen deutschen Titel, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer mit den Dugan-Komödien etwas anfangen kann, wird auch hier ordentlich bedient. Das ist Humor der dummen Sorte, aber mit tollen Darstellern, die das bestens umzusetzen wissen. Es macht einfach Spaß sich diesen Blödsinn anzuschauen. Natürlich bleibt so mancher Gag stecken, doch vieles ist wirklich lustig, die Story ist dabei niemals zu vorhersehbar und die Figuren sind schön verschroben. Eine durchaus heitere und unbeschwerte Komödie, bei der man seinen Verstand nicht benötigt!

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