Ort der Handlung ist größtenteils ein Pariser Bahnhof - ein kleines Universum - in dem der zwölfjährige Hugo (
Asa Butterfield) lebt und die Uhren stellt. Bei seinen Entdeckungen nimmt er uns aufgrund der Hinterlassenschaft seines Vaters (
Jude Law) auf eine abenteuerliche Reise mit. Es gibt schwindelerregende Kamerafahrten durch das Innere von Uhren sowie Ausblicke auf das nächtliche Paris, packende Traumsequenzen, bei denen dem Zuschauer der Atem stockt und bei Einstellungen mit deutlich abgehobenem Vordergrund gegenüber einer weiten Kulisse wirkt der 3D-Effekt besonders intensiv. Das beweist zunächst aber nur, dass
Martin Scorsese technisch ein großer Könner ist.
Doch er kann mehr. Es ist ein bildgewaltiges Märchen auf dokumentarischer Basis über die Anfänge des Films, eine Hommage and die Lumières und
Georges Méliès, die Pioniere des Films, mit echten historischen Aufnahmen (Mondlandung, Lokomotivenfahrt) und Leinwandgrößen der Stummfilmzeit.
Und das toppt er dann noch durch ein großartiges Ensemble mit namhaften Darstellern wie
Ben Kingsley,
Emily Mortimer,
Christopher Lee und ganz ungewöhnlich
Sacha Baron Cohen. Alle wirken zusammen daran mit, dass ein warmherziges, bewegendes und optisch eindrucksvolles Filmerlebnis entstehen kann. Ich würde dem Film mehrere
Oscars verleihen.