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Kritik von Timo Kiessling zu 'The Dark Knight'

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Partner von Entania
Kritik von Timo Kiessling
veröffentlicht am 28.08.2008
100%
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
Die Internet Movie Database (IMDb) ist eine Datenbank über Filme, Fernsehserien, Videoproduktionen und Videospiele sowie über die Personen, die daran mitgewirkt haben.
www.imdb.com

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Wenn man über "The Dark Knight" schreibt, kommt man natürlich nicht um das Wort "Hype" herum. Und dieses nutze ich jetzt einfach mal, um einen - so hoffe ich zumindest - adäquaten Einstieg in diese Besprechung zu gewähren. Und Hype hatte "The Dark Knight" selbstverständlich genug. Selbst J.J. Abrams' Monsteractioner "Cloverfield" wurde dabei in den Schatten gestellt, und sieht dazu im Vergleich auch eher blass aus. Unzählige Fotos vom Dreh seitens des neuen Batman-Streifens von Christopher Nolan ("Memento"; "Batman Begins") wurden ins Netz gestellt, die Werbemaschinerie lief auf Hochtouren, und hat sich mit Meldungen rund um den Joker und Two-Face beinah übertroffen. Batman selbst ist dabei mehr und mehr in den Hintergrund gerückt, und wurde von Warners unglaublicher Marketingkampagne so gut wie nicht beachtet. Two-Face' Aussehen - also seine verätzte Gesichtshälfte, die in "Batman Forever" ja mehr schlecht als recht war, Heath Ledgers mit Spannung erwartete Performance als diabolischer Joker: Das hatte Priorität. Bei jedem noch so kleinen TV-Spot und Trailer schraubte sich die Erwartungshaltung des Publikums ein Stück höher. So lange, bis jene Erwartungshaltung geradezu ungeahnte Ausmaße annahm. Und dann kam noch Heath Ledgers tragischer Tod nach einer Überdosis Medikamente dazu. Jener verstorbene Schauspieler, der schon nach wenigen kurzen Clips als Oscarkandidat gehandelt, und seine Darstellung als meisterhaft empfunden wurde. So kam es schließlich, wie es kommen sollte: "The Dark Knight" hatte in den USA den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten. War das überraschend? Angesichts der schon oben genannten Dinge nicht unbedingt. Als dann auch noch die IMDb den Streifen kurzerhand zum besten Film aller Zeiten deklariert hatte, und er fortan an erster Stelle ihrer berühmten Top 250 der Filme stand, waren die meisten Kinos quasi schon voll mit Besuchern. Die Lobhudeleien auf Plattformen wie Rotten Tomatoes und diversen anderen Seiten mit Filmkritiken überschlugen sich zudem förmlich. Kevin Smith bezeichnete den Film gar als den Paten 2 der Comicverfilmungen. Ergo: "The Dark Knight" - ein gehypter Film. Ein rekordbrechender Film, und noch dazu Heath Ledgers letzter vervollständigter Film. So drängt sich also folgende Frage auf: Ist der Hype denn nun wirklich gerechtfertigt oder ist "The Dark Knight" eher ein enttäuschendes Desaster Marke "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels", das vorgibt etwas Großes zu sein, sich letztendlich aber als Mogelpackung entpuppt?

Die Antwort dieser Frage beläuft sich auf ein ganz klares JA. Ja, der Hype ist mehr als nur gerechtfertigt. "The Dark Knight" ist laut IMDb.com keinesfalls DER beste Film aller Zeiten - solche Superlative sind in der Form sowieso kaum zu gebrauchen - gerade wenn es sich um die IMDb handelt. Er ist mit großer Wahrscheinlichkeit aber ein Blockbuster, der mehr ist, als nur pure Unterhaltung. Der durchaus einen nicht zu übersehenden politischen Subtext beherbergt. Sogesehen fungiert "The Dark Knight" nicht mal als handelsübliche Comicverfilmung, eher als komplexe Crime-Ballade mit gelegentlichen Fantasy-Elementen, die dann eben dem Comic entsprungen sind. Es ist umso erstaunlicher, dass "The Dark Knight" den durchaus überzeugenden Vorgänger "Batman Begins" sogar überflügelt - die konsequente Neuinterpretation des Stoffes, die nach den bunten und seelenlosen Joel Schumacher-Streifen, welche den Dunklen Ritter zur lächerlichen Witzfigur degradiert haben, dringend erforderlich war, und daher mit offenen Armen feierlich empfangen wurde. Natürlich hatte "Batman Begins" auch seine Schwächen. Doch im großen und ganzen hat Nolan einen zwar mutigen, aber letztendlich wirklich sehenswerten Neuanfang des Franchise bestritten, der nur noch von seinem Nachfolger "The Dark Knight" übertroffen werden sollte - einem politisch-angehauchten Blockbuster in seiner reinsten, und schönsten Form.

Schon mit den ersten fulminanten Minuten, einem Banküberfall durch den Joker und seine Gang, wird ansatzweise klar, in welche ungefähre Richtung "The Dark Knight" laufen wird. In eine Richtung, die der fantasievollen Welt in anderen Comicverfilmungen gänzlich unähnlich sieht. Realismus wird großgeschrieben. Düsternheit dominiert. Finster und nihilistisch ist der Film. Die Grenzen zwischen gut und böse existieren praktisch nicht - Frank Millers "The Dark Knight Returns" lässt grüßen. Alles läuft auf ein Duell zwischen zwei Giganten hinaus. Nicht umsonst fungierte Michael Manns "Heat" als Hauptinspirationsquelle für Nolans zweiten Batman-Streifen - denn da gab es auch so einen spektakulären Schlagabtausch zwischen zwei Hollywoodgrößen. Pacino Vs. De Niro. In dem hier also: Bale Vs. Ledger. Batman Vs. Joker. Abgesehen davon ist der eigentliche Einbruch in die Staatsbank von Gotham City ebenfalls eine recht eindeutige Reminisenz an Manns Gangster-Meisterwerk, das in seiner Vielschichtigkeit und Komplexität nahtlos mit "The Dark Knight" konkurrieren kann.

Man möchte fast meinen, dass Nolan - wie schon von einem anderen Kritiker erwähnt - eine Liste abgearbeitet hat, in der all die groben Schnitzer drauf waren, die man in "Batman Begins" noch so stark kritissiert hatte. Inklusive der Lauflänge, die jetzt noch mal aufgepeppt wurde. Will heißen, dass aus guten zwei Stunden, jetzt zweieinhalb Stunden geworden sind. Nötig ist diese Zeit aber auf jeden Fall, denn Nolan hat wahrhaftig viel zu zeigen, und erzählt eine große Geschichte rund um Verbrechen, Rache und Tod. Und das mit einem begnadeteten Gespür für seine Charaktere, mithilfe eines mehrdimensionalen Drehbuchs. Messerscharfe Dialoge (Noch stärker als in "Batman Begins"), die fortan als Referenz im Genre herhalten werden, sind da nur eine Stärke von "The Dark Knight".

Auch narrativ - neben den verzweigten Neben- und Haupthandlungssträngen - lässt sich einiges feststellen. So erinnern Teile des Plots an aktuelle terroristische Akte - des "War on Terror". Ja, richtig gelesen. Wenn es da beispielsweise eine dramatische Szene gibt, in der die Löschung eines Krankenhauses oberste Priorität hat, fühlt man sich als Zuschauer unwiderruflich an jenen, von Schmerz, tiefer Trauer und Fassungslosigkeit durchzogenen Tag zurück, der als einer der schwärzesten in die Geschichte einging, gleichzeitig aber auch die Geburtsstunde eines neuen Terrorismus in anderer, bisher noch unbekannten Dimension markierte, und sich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit hinein transportierte - nämlich den Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001. Doch nicht nur das allein zeichnet den Film auf storytechnischer Ebene aus, nein, vor allem, wie die Nolan-Brüder facettenreiche Twists und unerwartete Plotwendungen aneinander reihen, wie sie es immer wieder schaffen - trotz der enormen Lauflänge - die Spannung, die beklemmende, geradezu erdrückende Atmosphäre auf hohem Niveau zu halten, und konstant dem Zuschauer zu suggerieren: Das ist einer der grandiosen Knackpunkte im Film. Darüber hinaus sind sich die Brüder nicht mal zu schade, anfangs wichtige Charaktere sterben zu lassen, wenn die Handlung es gerade verlangt oder erfordert. Konsequenz lautet dabei das Stichwort. All die zahlreichen, doppelbödigen und raffinierten Storywendungen, diese politisch-kontroverse Geschichte, würde aber bei Leibe nicht funktionieren, wenn Nolan nicht auf glaubhafte, und entsprechende Figuren zurückgreifen könnte. Und einer davon ist womöglich das Herzstück des Filmes: Der Joker.

Was wurde alles geschrieben und gesagt über diese Joker-Verkörperung von Heath Ledger. Ist er möglicherweise der zweite Schauspieler, der den Oscar posthum verliehen bekommt - nach Jon Finch aus Sidney Lumets "Network"? Monatelang soll er sich in einem Hotelzimmer eingeschlossen haben, um Tagebuch über eben jene berühmt-berüchtigte Figur zu führen. Auch wenn dabei nicht alle Details im Film angesprochen werden, ist das Ergebnis wahrlich berauschend. Ein purer Wahnsinniger, ein unberechenbarer Psychopath, ein gestörtes Individuum, ein Monster, eine Naturgewalt, ein Tier, der Joker ist der blanke Horror. Die ideologisierte Amoralität in Person. Kein Artist sondern Arnachist. Kein herkömmlicher Antagonist sondern ein gleichermaßer boshafter wie bizarrer Widersacher von Batman - ohne Herkunft, ohne Identität. Batmans Nemesis, der nicht mal durch Gothams Strahlemann Harvey Dent gestoppt werden kann. Er ist es, der nur mit solch belanglosen Waffen wie Messern in Gothams Straßen die Fäden in der Hand hat, und folglich auch zieht. Ein apokalyptisches Inferno versucht er zu da entfachen. Und Jokers Beweggründe? Geld? Nein. Hierzu passt vor allem die Szene mit der Geldverbrennung sehr gut - eine Obszönität. Macht? Nicht wirklich. Einzig und allein das Chaos, die Arnachie, Mord, der ihm Spaß bereitet und makabre, höchst moralische Spielchen interessieren ihn. Die Bevölkerung von Gotham City ist mit seinem Auftauchen ebenso verwirrt wie unvorbereitet. Was tun gegen einen Gegner, der weder Geld noch Macht noch Angst verspürt? Der nur darauf ist, Angst und Terror zu verbreiten - möglicherweise sogar Nolans Antwort, ferner ein zynischer Seitenhieb auf al-Qaida? Vielleicht. Gothams Bevölkerung. Ein Kampf gegen eine Übermacht. Gegen einen grotesk geschminkten, hasserfüllten Clown. Zugleich wird dieser Kampf zur unausweichlichen Grundsatzfrage für die Bürger und des ambivalenten Rechtssystems von Gotham City, und kann sich zudem mit unserer heutigen Moral von Gesellschaft durchaus reflektieren. Hauptsächlich, und gerade wegen Ledgers sensationellem Schauspiel funktioniert der Joker. Ein Joker, der andere Schwerpunkte besitzt, als bisweilen noch der Joker von Jack Nicholson in Burtons "Batman". Das sind zwei verschiedenartige Interpretationen einer mordlustigen Persönlichkeit.

Nicholsons Joker ist bunt, schrill, skurril und comichafter. Ledgers Joker wiederum bösartiger, zynischer, ein philosophierender "Freak", obgleich er nicht als solches bezeichnet werden will. Gelegentlich sogar ein hilfloser Tölpel (Krankenhaus-Szene), dessen poetische Sätze wie "Wahnsinn ist wie Schwerkraft - man braucht nichts weiter als einen kleinen Schubs." Hand und Fuß zu haben scheinen, und der nach eigener Aussage Dinge wie Pläne zwecks seines Aussehens nicht hat, nein, er hasst sogar strukturierte Pläne. Irgendwelche Grenzen oder gar Regeln für sein Handeln sind ihm zudem fremd - eine von ihm eingenähte Bombe im Bauch eines seiner Helfer ist nur eine dieser kranken Visionen. Ledgers Mimik, Gestik, sein ganzes Auftreten, seine ganze Körpersprache, sein Lachen, seine Stimme mit den erheblichen Stimmschwankungen, und schließlich sein obligatorischer Zungenschmalzer: All das ist perfekt. Bis ins Extremste ausbalanciert. Das ist überragende Schauspielkunst. Jede noch so kleine kultverdächtige Szene mit ihm vermag Gänsehaut zu verursachen. Locker und leicht spielt er dabei alle weiteren Beteiligten an die Wand. Faszinierender Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist dieser Joker in Nolans Film. Und doch hat Ledgers Joker etwas kleines mit Nicholsons Figur gemeinsam: Beide enden an einem Seil, an einem Dach. Und beide sind auf ihre Weise ein echter Hingucker. Wer ist also wirklich besser? Richtig sagen kann man das wohl nie. Man kann sich aber entscheiden, welche Darstellungsweise - je nach Geschmackssache - einem mehr zusagt. Trotzdem: Heath Ledger spielt nicht nur den Joker. Er IST der Joker - das personifizierte Böse.

Und dann ist da noch eine zweite Geschichte, die Nolan als Hauptschwerpunkt für den Film nutzt: Harvey Dents (Aaron Eckhart) Wandlung zu Two-Face. Harvey Dent. Gothams noch einziger unbestechlicher, ehrgeiziger und ehrlicher (Bezirks-)Staatsanwalt in der anonsten so korrupten Stadt, welcher sich auf die Macht des Zufalls verlässt, um sein Schicksal zu entscheiden - durch Münzwurf, dem noch einzig übrig gebliebenen unparteiischen Mittel. Doch selbst seine Kräfte reichen nicht aus, um den schier unbesiegbaren Joker zur Strecke zu bringen. Seine Wandlung ist zusammenfassend recht überzeugend, und dramaturgisch einwandfrei. Eckhart ("The Missing"; "An jedem verdammten Sonntag") haucht dieser ambivalenten Persönlichkeit Leben ein, und weiß selbstverständlich zu gefallen. Batman, also Bruce Wayne (Christian Bale), rückt in "The Dark Knight" nun ein kleines Stück in den Hintergrund, was aber durchaus nicht negativ anzukreiden ist. Es ist vor allem das Drehbuch, welches Batman als solches vernachlässigt. Bale holt aus diesen kurzen Auftritten jedoch das Nötigste heraus, wenn er auch nicht viel gefordert wird. Gerade sein trockener Humor ist es, der für einige Lacher sorgt. Angesichts des stetigen Nachdenkens von Batman, ob er möglicherweise auch mal Gesetze brechen muss, um das Böse zu bekämpfen, was es heißt ein Held zu sein, welche Schwierigkeit sich darin verbürgt, driftet der Film zudem auf einer tieferen psychologischen Dramaschiene ab. Batman, der Dunkle Rächer. Von Melancholie und Hilflosigkeit zerfressen, und zugleich Nolans eindeutiger Kommentar zur derzeitigen Situation in den USA. Und doch hat Batman recht viel mit dem Joker gemein. Zum restlichen Cast gesellen sich noch weitere Darsteller als schmuckes Beiwerk dazu, die schon in "Batman Begins" ihren Auftritt hatten - Gary Oldman ("Léon - Der Profi"), der einzige Polizist in der Stadt, dem man noch vertrauen kann, Morgan Freeman ("Die Verurteilten"; "Million Dollar Baby") und Sir Michael Caine ("Children of Men"; "Die Brücke von Arnheim"). Die fehlbesetzt wirkende Rolle der Rachel Daws in "Batman Begins" durch Katie Holmes, ist die einzige Besetzung, die Nolan durch eine andere Darstellerin kompensierten musste - durch Maggie Gyllenhaal ("Schräger als Fiktion"; "World Trade Center"). Obwohl ihre Rolle wenig Spielraum hergibt, ja, auch nicht viel Substanz beherbergt, ist Gyllenhaal eindeutig die bessere Wahl gewesen. Soviel dazu.

Actionmäßig hat sich Christopher Nolan gegenüber dem Vorgänger ebenfalls um einiges verbessert. Einige Sequenzen dieser Art wurden sogar im IMAX-Format gefilmt, sodass die Kino-Leinwand voll ausgefüllt wird. Nichts mehr mit der noch in "Batman Begins" oftmals störenden Wackelkamera, und somit dem fehlenden Überblick in den Kampfhandlungen, nein, insgesamt ist das handwerkliche Niveau deutlich besser ausgefallen, so wie es sich für einen echten Blockbuster gehört - und das ohne künstliche CGI-Effekte. Wenn im Film ein ganzes Krankenhaus in die Luft gejagd wird, sich ein Truck überschlägt, oder wenn auch noch ein Polizeihubschrauber dem Erdboden gleich gemacht wird, dann ist das in real genauso passiert. "The Dark Knight" ist ein Film der alten Schule. Überhaupt sind die Stunts wahrlich ein optischer Leckerbissen, mit Wally Pfisters ("Memento"; "Batman Begins") virtuoser Photographie verkommen sie gar zu epischer Bandbreite. Natürlich ist da ja noch Hans Zimmers ("Gladiator"; "König der Löwen") und James Newton Howards ("Collateral"; "Blood Diamond") Score. Obgleich Danny Elfmans meisterliche, originale "Batman"-Komposition wohl immer unerreicht bleiben wird, ist das Theme (Joker-Thema: Hans Zimmer; Two-Face-Thema: James Newton Howard) der beiden genannten Leute nicht zu verleugnen. Eine intensive Symbiose aus Filmbildern und Musik ist das, die "The Dark Knight" auszeichnet. Schwungvoll und pathetisch ist der Score. Und keinesfalls eine lausige, nur aus drei Tönen bestehende Partitur, nein, gezielt und passend an den richtigen Stellen ist sie eingesetzt, bei der ich die manchmal aufkommende Kritik seitens der Musik nicht wirklich nachvollziehen kann. Desweiteren fällt auf, dass der Film nicht gerade mit Gewalt - egal ob psychisch, oder körperlich spart. Auch wenn sie dabei meistens im Kopf des Zuschauers stattfindet, ist eine Altersfreigabe ab 16 Jahren absolut gerechtfertigt.

Abschließend sei gesagt, dass "The Dark Knight", inklusive seines - einer griechischen Katharsis gleichenden - Endes, all die großen Erwartungen in die Tat umgesetzt hat. In vielerlei Hinsicht funktioniert der Film, und ist daher tiefgründiger als gedacht. Sei es nun als düsteres, themporeiches Action-Drama im Gewand eines Blockbusters, oder eher als zynische, aber greifbare und reale Gesellschaftsparabel. "The Dark Knight" ist die wohl rundherum perfekteste Comicverfilmung, die nicht mehr viel mit einem Comic gemein hat - wohlgemerkt, nicht nur durch Heath Ledger, dessen vollkommene Darstellung einem das Fürchten lehren wird.

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