"The Dark Knight": Zwei
Oscargewinne, sechs weitere Nominierungen, Einspielergebnis von über einer Milliarde Dollar. Der Film ist ein Knaller. Aber was zeichnet diesen Film so aus?
Zu allererst ist da der Regisseur Christopher Nolan. Mit "Memento" schuf er sich 2000 den Grundstein seiner Karriere, 2005 begann er mit "Batman Begins" die Filmreihe Batman - in seiner Interpretation.
Zwar ist der Stoff eines Superhelden nicht immer gut inszeniert, in diesem Fall trifft das aber nicht zu. Er weiß durch ein gutes Drehbuch, gekonnt inszenierte Szenenwechsel und sehr gut gewählte Darsteller zu überzeugen. Auch seine Wahl des Komponisten weiß zu überzeugen, denn mit Hans Zimmer hat er den wohl besten in Hollywood gewählt.
Die darstellerische Leistung wird natürlich von Heath Ledgers genialer Joker-Darstellung geprägt - aber auch die weiteren Darstellungen wissen zu überzeugen. Zum einen weiß der Hauptcharakter Christian Bale alias Batman alias Bruce Wayne in seiner Darstellung erneut zu überzeugen. Zum anderen sind die Wortgefechte mit seinem Butler Alfred eine gute Auflockerung der sehr actionlastigen Handlung.
Ebenfalls zu überzeugen weiß die Darstellung des Jim Gordon durch Gary Oldman (einigen sicher bekannt durch die Darstellung des Sirius aus "Harry Potter").
Eher Nebenbeiwerk scheinen die Charaktere von Harvey Dent und Rachel Dawes - aber auch sie erfüllen zu bestimmten Zeitpunkten in der Story ihren Zweck.
Star des Films ist - neben der Darstellung des Jokers - die Handlung. Sie weiß zu überzeugen - durch einige genial inszenierte Wendungen, gekonnte Szenenwechsel, abwechslungsreiche Schauplätze sowie den sehr guten Fight zwischen dem Joker und Batman.
Der Joker, der von Heath Ledger förmlich gelebt wird, wird in einigen Szenen so gekonnt inszeniert, dass es schon fast beängstigend ist - ähnliche Darstellungsleistungen könnten nach meiner Meinung nur zum Beispiel die Darstellung von Dustin Hoffman in "Rain Man" sowie Johnny Depps Jack Sparrow sein.
Besonders hervorzuheben sind die Eingansszenen in der Bank, in der bereits der Terror des Jokers zu spüren ist - spätestens zu dem Zeitpunkt, ab dem die Maske fällt -, die Verhörszene als absoluter Höhepunkt des Kampfes zwischen Batman und dem Joker sowie die Szene bei der Versammlung der Unterweltbosse - in dieser wird die Überlegenheit des Jokers voll und ganz dargestellt.
Dieser Joker ist berechnend, kühl, abgeklärt und weiß, was er tut - nicht, entgegen seiner eigenen Aussage: "Ich bin ein streunender Hund, der Autos hinterher jagt."
Alles, was er tut, hat einen Sinn, und man kann sicher sein, dass das eher wenig furiose Ende ebenfalls von ihm so oder ähnlich geplant war.
Einziger Kritikpunkt kann aus meiner Sicht die zum Ende hin eher abflachende Story sein - das Ende ist aus meiner Sicht zu schnell da - und vor allem zu berechenbar.
Nichtsdestotrotz weiß auch die Handlung zu überzeugen.
Darstellung: 10/10
Regie, Kamera, Musik: 10/10
Handlung: 9/10
Fazit: Mit der Darstellung des Jokers ist ein genialer Pluspunkt des Films bereits nach zwei Minuten zu sehen. Dieser Film weiß aber auch ausserhalb dessen zu überzeugen und die knapp zweieinhalb Stunden sind zu keinem Zeitpunkt langweilig oder verstörend. Sie sind genial inszeniert - ich meinerseits bin alleine drei Mal ins Kino gegangen und bereue kein Mal davon.
Deshalb stelle ich das Prädikat aus: Besonders Sehenswert - auch für Batman-Verachter!