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Kritik von Jutta Hannecker zu 'Fame'

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Partner von Entania
Kritik von Jutta Hannecker
veröffentlicht am 07.01.2010
30%
Ein Remake ist eine Neuverfilmung eines bereits existierenden, meist mehrere Jahrzehnte älteren Films.
Ein Trailer ist ein aus einigen Filmszenen zusammengesetzter Clip zum Bewerben eines Kino- oder Fernsehfilms, eines Computerspiels oder einer anderen Veröffentlichung. Der Zweck eines Trailers ist es, dem Publikum einen Vorgeschmack auf das beworbene Produkt zu geben und natürlich Werbung für dieses zu machen.
"Fame" eine Art Remake zu widmen, ist im ersten Schritt erst einmal nicht verkehrt. Denn nichts wird schneller zum Schnee von gestern als Filme, die den Zeitgeist treffen sollen. Ein Film , in dem es u. a. um Modern Dance, moderne Musik und auch um Styling geht, kann im Musikvideo-Zeitalter tatsächlich eine neuere Fassung vertragen. An diese Neuverfilmung hat sich Regie-Debütant Kevin Tancharoen gewagt. Sein Name ist für Tanzinteressierte erst einmal ein Garant, denn er hat sich bereits als Choreograf für Madonna und Britney Spears einen großen Namen gemacht. Aber was da am Ende herausgekommen ist, ist pure Langeweile. Wie man es schaffen kann, einen Film beinahe handlungsfrei zu stricken, ist beinahe schon bemerkenswert.
Auch in diesem Musical-Film müssen sich erst einmal Tausende von Bewerbern der harten Aufnahmeprüfung an der "New York City High School of Performing Arts" stellen. Nur wenige ergattern dann einen der heißbegehrten Studienplätze. Und nicht einmal dieser harterkämpfte Platz sichert den späteren Ruhm. Allein diese Aufnahmeprüfung wirkt wie das Vorsingen, Vorspielen bzw. Vortanzen bei "DSDS", "Supertalent" oder "Popstars" - nur nicht ganz so lustig. Nach überstandener Aufnahmeprüfung wird der Zuschauer durch die vier schweißtreibenden Studienjahre geschleift, die, damit man den Zeitsprung auch erkennen kann, durch den entsprechenden Text auf der Leinwand angekündigt werden: Erstes Studienjahr, Zweites usw. Das Potential, das die hochtalentierten Protagonisten mitbringen, wird überhaupt nicht genutzt. Von den Geschichten und Schicksalen, die die Studenten in vier gemeinsamen Jahren erleben und teilen könnten, ganz zu schweigen. Wie viel da verschenkt worden ist, ist wirklich hanebüchen. Die "Handlung" wird episodenhaft erzählt, aber eine Leitschnur, die sich durch den Film zieht, ist beim besten Willen nicht zu erkennen.
Die Zuschauer, die sich von vornherein auf einen handlungsfreien Film einstellen und sich auf attraktive Tänzer, atemberaubende Choreografien und talentierte Sänger freuen, werden auch enttäuscht das Kino verlassen. Die Lieder sind meist unerträgliche Schnulzen, die Tanzeinlagen sind zwar genial, haben aber leider viel zu wenig Platz in diesem Film. Lediglich drei Figuren vom gesamten Cast, der über 50 Schauspieler aufzählt, vermögen es, den Zuschauer durch ihre Rolle beziehungsweise durch ihr Spiel zu bewegen: Denise Depruee (Naturi Naughton), die klassische Klaviervirtuosin mit R'n'B Ambitionen, der angehende Rapper Malik Washburn (Collins Pennie) mit einer, wie soll es anders sein, dramatischen Familiengeschichte und der einfühlsame Lehrer Mr. James Dowd (Charles S. Dutton).

Fazit: Ein Remake, dessen Chancen verspielt worden sind. Diesen Film kann man nur den eingeschworensten aller Tanzfilm-Fans empfehlen. Für alle anderen reicht der Trailer.

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