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Kritik von Michael Scharsig zu 'Kill Bill: Volume 1'

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Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 01.01.2011
90%
Quentin Tarantino hat es ein weiteres Mal geschafft mit einem seiner Filme Kultfiguren zu schaffen. Die Geschichte der rachelüstigen Braut ist ein Meisterwerk an Filmkunst. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, die Machart des Filmes zu loben.

Mir gefällt vor allem diese malerische Atmosphäre, diese Kameraeinstellungen, bei denen man das Gefühl hat, man sieht sich einen 70er Kultfilm an. Der plötzliche Sprung von Farb- zu Schwarz-Weiß Szenen, der eingebaute Manga-Kurzfilm, das regelrechte Abschlachten der Wilden 88, das wie ein durchchoreografiertes Metzel-Musical wirkt - jede kleinste Feinheit machen "Kill Bill Vol.1" zu purem Kino.

Dabei verzichtet Tarantino, wie üblich, aber nicht auf die vordergründigen Dialoge, die irgendwo zwischen Neuzeit-Märchen und Western schwanken. Es wird viel geredet im Film und die Kunst ist, dass man hier das Gefühl hat, die Dialoge seien die Action. Man hört gespannt zu, freut sich an der ganzen Ironie und absichtlichen Nüchternheit der Charaktere.

Auch die Darsteller sind unfehlbar durchdacht. Uma Thurman scheint die Rolle der Black Mamba wie auf den Leib geschnitten. Aber ebenso machen Lucy Liu oder Daryl Hannah ihre Sache sehr gut

Carradine und Madsen kommen eigentlich erst im Folgefilm zum Einsatz.

"Kill Bill" ist ein sehr interessanter und kunstvoll in Szene gesetzter Film, bei dem ich mich öfter gefragt habe, warum er nicht eine Stunde länger dauert, anstatt einen ganzen zweiten Teil zu drehen.

Was mich ein wenig an der Handlung stört, ist, dass man sich im Prinzip denken kann, wie der Film ausgeht. Aber das konnte man bei älteren Filmen oder Comics ja auch. Und genau das ist "Kill Bill": ein Erwachsenen-Comic mit fleischgewordenen Charakteren und einer Erzählweise, die bis heute nur anderen Tarantino-Filmen Konkurrenz macht. Ganz großes Kino eines ganz großen Filmeliebhabers.

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