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Kritik von Frederik Braun zu 'Public Enemy No. 1 - Todestrieb'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 27.05.2009
95%
Nachdem sich der erste Teil auf Jacques Mesrines Aufstieg zum Gewaltverbrecher konzentriert hat, erzählt "Todestrieb" seinen Werdegang als Staatsfeind Nummer 1 - und hält dabei die durch die realistische Art geprägte Spannung.

Der Film beginnt mit Mesrines Rückkehr nach Frankreich, einer Festnahme und der spektakulären Flucht aus einem Gerichtssaal. Es folgen eine Reihe von Überfällen, Geiselnahmen und Gefängnisausbrüchen, bis Mesrine von ganz Frankreich gesucht wird. Kommissar Broussard, der sich inzwischen auf Mesrines Fährte gelegt hat, ist bald klar: Mesrine ist nur durch gezielte Schüsse zu stoppen.

Im Gegensatz zu "Mordinstinkt" hat "Todestrieb" den Vorteil, dass er nicht viel einleiten muss. Richet konzentriert sich daher mehr auf die Verfolgungsjagden mit der Polizei und die Überfälle. Hierbei ist es auch spannend zu sehen, wie es Mesrine durch seine Wandlungsfähigkeit und seine Perücken und Masken immer wieder schafft, Frankreichs Justiz eins auszuwischen. Alles in allem wird der Film dadurch etwas abwechslungsreicher als sein Vorgänger.

Hinzu kommt gegen Ende Mesrines persönlicher Konflikt zwischen Ganovendasein und skrupellosem Freiheitsidealismus. Nicht zuletzt, weil er sich für letzteres entscheidet und u.a. gegen die Hochsicherheitsgefängnisse rebelliert, gilt er bis heute als eine Art "moderner Robin Hood Frankreichs".

Vincent Cassel ist immer noch die treibende Kraft dieses Filmes. Sein einzigartiges Schauspiel ist nach wie vor auf einem unerreichten Niveau. Nachdem er im ersten Teil u.a. Unterstützung von Gérard Depardieu als Gangsterboss erhielt, stehen ihm in "Todestrieb" Mathieu Amalric ("Ein Quantum Trost") als langjähriger Komplize François Besse, Ludivine Sagnier ("Swimming Pool") als neue Geliebte und Samuel Le Bihan, mit dem Cassel schon in "Pakt der Wölfe" gemeinsam vor der Kamera stand, zur Seite.

Fazit: "Todestrieb" ist wie sein Vorgänger anspruchsvolles, kompromissloses Actionkino und nebenbei das Porträt einer der gefährlichsten Personen Frankreichs der 70er Jahre. Nicht zuletzt deswegen ist es paradox, dass man in der finalen Szene (die zugleich die Eröffnungsszene von "Mordinstinkt" ist), obwohl klar ist was passiert, um diesen zweifelhaften Helden trauert. Gerade in dieser Szene wird deutlich, was Richet mit diesen beiden Filmen geschaffen hat: Eines der großartigsten Gangster-Epen der Filmgeschichte.

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