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Kritik von Frederik Braun zu 'Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 04.02.2009
70%
Im Großen und Ganzen ist "Operation Walküre" ein gelungener Film, der durchweg gut inszeniert ist.
Dass es sich hierbei um eine Hollywood-Produktion handelt, wirkt sich nicht unbedingt negativ auf den Film aus. Im Gegenteil: Gerade dadurch erlangt "Valkyrie", und damit auch sein historischer Hintergrund, internationale Aufmerksamkeit, und macht hoffentlich auch vielen Unwissenden eines deutlich: Es gab durchaus auch patriotische Deutsche, die Hitlers kranke Ideologien nicht nachvollziehen konnten. Claus Schenk Graf von Stauffenberg war so jemand.

Bei der filmischen Umsetzung des Stoffs gelingt Singer eine Balance zwischen Entertainment-Kino und lehrreichem Geschichtsunterricht. Die beiden Drehbuchautoren haben gekonnt historische Fakten mit kleinen kreativen Freiheiten kombiniert, die den Film-Spaß fördern. Herausgekommen ist ein durchaus ansehnlicher Historienthriller mit einem ordentlichen Hauptdarsteller.

Denn Tom Cruise hat als Stauffenberg eine tolle Leistung abgeliefert. Kenneth Branagh, Bill Nighy, Tom Wilkinson, Terence Stamp, Eddie Izzard und Kevin McNally haben ebenfalls überzeugt. Bemerkenswert fand ich zudem Christian Berkel als Mertz von Quirnheim, der mir außerordentlich gut gefallen hat. Spätestens mit diesem Auftritt sollte sich Berkel ein Ticket nach Hollywood gesichert haben.

Doch bei all dem Lob darf man auch die negativen Aspekte nicht vernachlässigen: Einer der größten Minuspunkte ist die mangelnde Entwicklung des Charakters Stauffenberg. Anstatt den Grafen als überzeugten Hitler-Anhänger darzustellen, der erst im Laufe der Zeit realisiert, wie gestört die Ideologien des Diktators sind, zeigt ihn Singer von vornherein als Gegner des Nationalsozialismus - ganz im Sinne des amerikanischen Helden-Epos. Das Hauptaugenmerk legt sich daher ausschließlich auf die Operation Walküre.

Fazit: Die Operation Walküre scheitert, die Operation Verfilmung gelingt. Singer liefert einen gut besetzten Historienthriller ab, der nur wenige Schwächen aufweist. Dennoch ist der Film für jedermann zu empfehlen.

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