Melvin Udall ist mit Abstand der unangenehmste Zeitgenosse, den man sich vorstellen kann. Sein zweiter Beruf ist der eines Buchautors, viel mehr Zeit widmet er hingegen seiner eigentlichen Berufung: der eines perfekten Zynikers. Schon vor dem Bundesstart ist der Film für seine kurzweilige Unterhaltung belohnt worden: er wurde in sechs Kategorien für einen Golden Globe nominiert und gewann diese Auszeichnung gleich drei Mal.
Der Autor Melvin Udall (Jack Nicholson, Blood and Wine) ist stadtbekannt. Allerdings kennen die Leute ihn nicht im Guten: überall wo er hingeht wird er gemieden. Aber daran ist er selbst Schuld. An niemandem lässt er ein gutes Haar. Er beschimpft alle Menschen, seinen homosexuellen Nachbarn beispielsweise tituliert er mit "Fummeltriene" - wenn er gut gelaunt ist. Auch sonst ist sein Verhalten alles andere als gewöhnlich: jedes Stück Seife wird nur einmal benuzt und es bringt seiner Ansicht nach unglaublich viel Pech, wenn man auf dem Bürgersteig die Fugen zwischen den Platten berührt.
Innerhalb kürzester Zeit ändert sich dann einiges im Leben Melvins: sein Nachbar Simon (Greg Kinnear, die "Fummeltriene") wird bei einem Überfall so schwer zusammengeschlagen, daß er ins Krankenhaus muß. Da niemand dessen kleinen Hund Verdell haben möchte, bekommt der Autor ihn von Simons Manager Frank (Cuba Gooding Jr.) aufs Auge gedrückt. Und dann erscheint auch noch Carol (Helen Hunt), die Stammbedienung seiners Stammrestaaurants, nicht mehr zum Dienst, weil deren kleiner Sohn Spencer (Jesse James) schwer krank ist.
Für Melvin ist das ein untragbarer Zustand. Erstens haßt er Hunde (und wahrscheinlich auch alle anderen Lebewesen), zweitens kann er ohne seine angestammte Bedienung keinen Bissen essen. Aber mit der Zeit bekommt er die Dinge in den Griff. Er bezahlt einen guten Arzt für den kleinen Spencer, damit Carol wieder arbeiten gehen kann und freundet sich sogar richtig mit dem Hundchen mit den Knopfaugen an, so sehr sogar, daß er ihn gar nicht mehr hergeben möchte, als Simon aus dem Hospital entlassen wird. Und warum das alles? Nun ja, Carol gefällt ihm eben besser als er das selbst wahrhaben möchte.
Um seiner Angebeteten zu gefallen entscheidet er, seinen durch die Arztrechnungen verarmten Nachbarn zu dessen Eltern zu fahren und sie auf dieser Reise mitzunehmen. Was wird die Reise dieses ungleichen Trios an Überraschungen mit sich bringen? Melvin hat sich jedenfalls einiges vorgenommen.
Die drei Golden Globes für diesen Film sind wahrhaftig berechtigt. Sie wurden vergeben für Jack Nicholson und Helen Hunt für die besten Hauptrollen (männlich und weiblich) und den Film als beste Komödie oder Musical. Die Story eines unbeliebten Eigenbrödles auf dem Weg der Besserung ist zwar schon alt, zu Beispiel wurde sie in der Muppets Weihnachtsgeschichte benutzt, die widerum eine Verfilmung eines Märchens von Charles Dickens ist, mit Nicholson in dieser Rolle bekommt ist sie jedoch ganz neue Züge. Ehrlich, seit "Die Hexen von Eastwick" habe ich ihn nicht mehr so fies gesehen. Wenn man bei der Figur des Autors Melvin irgendwie an Bart aus der TV-Kultserie "Simpsons" erinnert wird, so ist auch das kein Zufall, immerhin war der Regisseur von "Besser gehts nicht" bei dieser Serie einer der verantwortlichen Produzenten.