Bei "Mobsters" handelt es sich um einen gelungenen Mafia-Streifen, der leider ein Schattendasein fristet.
Der Fokus liegt auf den vier Freunden Lucky Luciano, Frank Costello, Meyer Lansky und Bugsy Siegel .
Luciano wird von
Christian Slater solide verkörpert, ohne dass er jemals auch nur annähernd an das Charisma eines
Pacino herankommen würde.
Grieco ist als temperamentvoller Bugsy ebenfalls gut besetzt- leider bekommt er zu wenige Szenen.
Dempsey als Lansky bleibt hingegen sehr blass und nicht sehr glaubwürdig in seiner Rolle. Und
Mandylor wird vom Drehbuch fast völlig ignoriert.
Darstellerische Highlights sind dann aber noch
Anthony Quinn als alternder und fresssüchtiger Pate und
F. Murray Abraham als Rothstein, der als Mentor des illustren Quartetts fungiert.
Wunderbar ist auch die Ausstattung, welche mit tollen Stadtaufnahmen, massenweise Requisiten, schönen Oldtimern und klassischen Anzügen überzeugen kann.
Des Weiteren können auch die Actionszenen überzeugen, welche zwar recht selten, aber wenn, dann recht ausfürhlich vorkommen.
Es wird sich eigentlich immer der beliebten Tommy-Gun bedient und so sorgt "Mobsters" für die wohl mit gelungensten Tommy-Gun-Ballereien der Filmgeschichte.
Der Härtegrad ist übrigens auch nicht ohne und es gibt viele blutige Einschüsse zu sehen.
Leider wird der Story nach dem gelungenen ersten Drittel, der Wind aus den Segeln genommen, als Luciano eine Affäre beginnt.
Der temporeiche Schlussteil überzeugt und punktet mit einem überaus sehenswerten Finale.
Fazit:
Gelungener Gangster-Streifen mit beeindruckender Ausstattung und toller Regie.
Leider gibt es im Mittelteil ein bisschen zuviel Leerlauf, um eine höhere Wertung zu rechtfertigen.