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Kritik von Frederik Braun zu 'Black Swan'

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Kritik von Frederik Braun
veröffentlicht am 08.02.2011
95%
Darren Aronofsky, ein Mann, der sein Publikum gerne aufrüttelt. In oft eindrucksvollen Bildern erzählt er seine Geschichten, im Mittelpunkt steht immer der Mensch, seine Sorgen und Ängste. Ob nun Mickey Rourke als desillusionierter "Wrestler" oder Ellen Burstyn als verwirrte Mutter eines Junkies in dem (visuell) zuteil unangenehmen, aber großartigen "Requiem for a Dream". Aronofsky regt zum Denken an, nicht zuletzt durch die Träume und Ängste seiner Protagonisten, die er in schockierenden Alptraumszenarien visualisiert.
Mit "Black Swan" ist Aronofsky auf seinem bisherigen Höhepunkt angekommen. Das Drama um eine perfektionistische Ballerina, die dem seelischen und psychischen Druck ihres Berufs nicht standzuhalten vermag und langsam buchstäblich in ihrer (Doppel-)Rolle aufgeht, ist sein bisher bestes Werk.

Perfektionismus, der zum Fanatismus übergeht und schließlich Traum und Realität verschmelzen lässt. Aus dem unschuldigen weißen wird bald schon ein schwarzer Schwan. Dargestellt wird diese Figur von Natalie Portman, die eine solche Intensität wie kaum zuvor in ihr Spiel bringt und die die unter dem Erfolgsdruck und der daraus resultierenden charakterlichen Veränderung immer stärker hervortretende Schizophrenie schlichtweg verblüffend in Szene setzt. Das ganze wird abgerundet von dem stets brillanten Vincent Cassel als erfolgsvernarrter Tanzlehrer, Mila Kunis als undurchsichtige Mitschülerin, Barbara Hershey als besorgte Mutter und Winona Ryder als heruntergekommener Altstar.

Die wacklige Kamera und das Bildrauschen mögen am Anfang etwas stören, aber spätestens ab dem zweiten Drittel lässt man sich auch auf dieses Stilmittel ein.

Fazit: Aronofsky stellt die Grenze zwischen Fanatismus und Wahnsinn so extrem und erschreckend dar, dass einem noch Stunden nach dem Film die Luft wegbleibt. Ein mit viel Symbolik erzählendes Werk mit einer überragenden Hauptdarstellerin, das bewegt und das vor allem beschäftigt. Einer der verstörendsten Filme seit "Irréversible" (auch mit Cassel).

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