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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Road to Perdition'

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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 11.09.2002
80%
Obwohl die Wirtschaftslage Anfang der 30er Jahre in Amerika nicht sonderlich gut ist, hat die Familie Michael Sullivan keinen Grund zu klagen, denn er hat einen gutbezahlten Job. Was seine Familie allerdings nicht weiß: Michael verdient ihre Brötchen als Killer, und das wird bald in einer Katastrophe enden.

Der Winter 1931 ist für die meisten Amerikaner hart. Nicht etwa, weil es extrem kalt wäre, sondern vielmehr, weil die wirtschaftliche Depression dem Land schwer zu schaffen macht. Bei der Familie von Michael Sullivan (Tom Hanks) ist das anders: ihnen geht es relativ gut, und seine Frau Annie (Jennifer Jason Leigh), Michael Junior (Tyler Hoechlin) und Peter (Liam Aiken) leben in bescheidenem Wohlatand. Die Familie weiß aber nicht, womit der Vater das Geld verdient, und dieser Umstand soll bald das Schicksal der Familie bestimmen. Mike, der älteste der beiden Söhne, versteckt sich eines nachts aus Neugier im Auto seines Vaters und wird Zeuge eines Mordes - sein Vater ist nämlich ein bezahlter Killer und arbeitet für den angesehenen Gangsterboß John Rooney (Paul Newman).
Solche Zeugen kann natürlich niemand gebrauchen, und da der Kleine jetzt eine Bedrohung für die Gangster darstellt, muß etwas unternommen werden. John Rooney, ein guter Bekannter der Familie, will Mike durch gutes Zureden zum Schweigen überreden, seinem Sohn Connor (Daniel Craig) ist das allerdings nicht genug: hinter dem Rücken seines Vaters ermordet er Annie und den kleinen Peter.
John ist von der Vorgehensweise seines Sohnes alles andere als begeistert, kann ihn auf der anderen Seite aber auch nicht so bestrafen, wie er es bei jedem anderen gemacht hätte. Er bietet Michael daher eine hohe Abfindung an, wenn er sich mit seinem Sohn ins Ausland absetzt und alles vergisst, was geschehen ist. Aber Michael will Rache und den Kopf Connors, was John ihm natürlich nicht gewähren kann. Aus diesem Grund setzt er den Auftragskiller Harlen Maguire (Jude Law) auf ihn an.

Optisch ist "Road to Perdition" auf alle Fälle ein Leckerbissen, wie auch schon "American Beauty", der erste Film von Sam Mendes, und auch schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen. Sieht man einmal davon ab, daß Tom Hanks mit seinem Oberlippenbart einfach bescheuert aussieht, ist alles bestens. Alle Schauspieler verkörpern ihre Rollen sehr gut, wobei vor allem Altstar Paul Newman in der Rolle des Gangsterbosses John Rooney all seine Erfahrung auf die Leinwand bringen kann. Seine Figur steckt in einem Dilemma, aus dem ihr niemand heraushelfen kann, auch nicht die große Macht, die sie ansonsten hat. Connor ist sein Sohn; wäre er das nicht, wäre er schon lange bestraft worden, aber auch Michael gehört zur Familie und kann nicht so behandelt werden wie ein beliebiger anderer Gangster. Diesen Zwiespalt nimmt man Newman jederzeit ab. Auch die Beziehung von Vater und Sohn ist gut erzählt. Anfangs ist der Vater einfach nur eine Respektsperson für Mike, den er mit "Sir" anreden muß, aber als die beiden gemeinsam unterwegs sind kommen sie sich näher, und es entwickelt sich sogar so etwas wie eine Freundschaft.
Daß der Film nach einer Comicvorlage gedreht wurde, sieht man ihm absolut nicht an, und hätte ich es nicht gelesen, hätte ich es auch nicht geglaubt. Insgesamt hat der Film zwar einige Durchhänger, dürfte aber im kommenden Januar bei der Oscarverleihung dennoch in einigen Kategorien zumindest nominiert werden, wenn nicht sogar gewinnen. Als "bester Film" dürfte er zwar nicht durchgehen, dafür sollten aber sowohl eine Nominierung von Paul Newman als bester Nebendarsteller als auch in der Kategorie "beste Kamera" eigentlich Pflicht für die Jury sein.

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