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Kritik von Stefan Scheuerer zu 'Spawn'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Stefan Scheuerer
veröffentlicht am 16.08.2007
10%
Ein anderes Wort für Drehbuch. Auch Webseiten basieren zumeist auf Scripten, meistens PHP. Aber das ist ein anderes Thema! ;-)
Unter dem Dach des Konzerns Marvel Entertainment versammeln sich viele Unternehmen der Unterhaltungsbranche, darunter die Marvel Studios, die Kinofilme mit den verschiedenen Comichelden des Hauses realisiert. Zu den bekanntesten Characteren gehören Spider-Man, die X-Men und Hulk.
www.marvel.com

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Altersfreigabe der US-amerikanischen Motion Picture Association of America (MPAA): Die Einstufung "PG-13" (parents strongly cautioned) empfiehlt, den Film erst Jugendlichen ab 13 Jahren zugänglich zu machen.
Als Comicverfilmungen noch nicht boomten, wie es Anfang des neuen Jahrtausends geschah, als unzählige Superhelden im Fahrwasser der "Spider-Man"- und "X-Men"-Erfolge die Kinos enterten, sondern eher hin und wieder die Helden aus dem Marvel- oder DC-Universum auf der großen Leinwand zu sehen waren, feierte auch der düstere Dämon "Spawn" 1997 sein Filmdebüt - leider als PG-13-Trash der allerlächerlichsten Art.

Geheimagent Al Simmons (Michael Jai White "Undisputed 2") ist des Tötens müde und will aussteigen, um mit seiner Frau ein geruhsames Leben zu führen. Sein Boss (Martin Sheen) macht ihm allerdings einen Strich durch die Rechnung, indem er ihn bei einem gefakten letzten Auftrag kurzerhand samt einem Fabrikkomplex in die Luft jagt. In der Hölle schließt Simmons einen Pakt mit dem Teufel: Als diabolischer Superheld "Spawn" wird er zurück ins Reich der Lebenden katapultiert, um das Höllenheer im Kampf um die Weltherrschaft anzuführen. Simmons hat zunächst aber nur eines im Kopf - nämlich sich an seinem ehemaligen Vorgesetzten zu rächen.

Der düstere Stoff der Marvel-Vorlage wäre geradezu prädestiniert für einen dunklen, atmosphärischen Horroractioner, was Regidebütant Mark A. Z. Dippé allerdings daraus machte, geht nicht mal mehr als unterhaltsamer Trash durch. Nicht nur, dass "Spawn" durch seine Auslegung auf ein für derartige Stoffe seit jeher verhängnisvolles PG-13-Rating schon einmal jede Chance auf kompromisslose Action verspielt, der Film ist tatsächlich eine derartige Katastrophe, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

Die Prämisse liest sich auf dem Papier noch passabel und funktioniert in Comicform sicher nicht schlecht, das verquaste Agententhriller/Rache/Fantasy-Konglomerat, das im fertigen Skript dabei herauskommt, ist aber bereits unterirdisch. Nun hetzt man den Helden durch einen Reigen unglaublich mieser und des Ratings wegen angemessen zahmer CGI-Action, die ein lächerliches Monster nach dem anderen aus dem Hut zaubert und seinen traurigen Höhepunkt in einem grandios lachhaften Höllendrachen findet. Die infantil designten Billig-Creatures scheinen eher der neuesten LEGO-Kollektion entsprungen und machen bestimmt nur 6-Jährigen Spaß.

Nun ist gegen einen ordentlichen Trash-Faktor ja noch nicht einmal generell etwas einzuwenden. Einige Jahre zuvor bewies bereits "Mortal Kombat", dass die unheilige Kombination aus Fantasy-Creatures und PG-13-Rating einen unterhaltsamen Funactioner hervorbringen kann, bei "Spawn" geht das Konzept jedoch gehörig in die Hose und evoziert nichts als ein graupiges Ärgernis.

Die Action ist nicht der Rede wert, die zentrale Figur eines Höllenclowns, der Simmons im Namen Luzifers im Diesseits über seine Aufgaben instruiert, einer der nervigsten Charaktere, die es je in einem Film zu ertragen galt und der Unterhaltungswert dieses wüsten Schwachsinns geht gen Null. Hauptdarsteller Michael Jai White als Schmalspur-Wesley-Snipes verschwindet nach zehn Minuten unter einer hässlichen Brandwunden-Maske und bekommt nur selten Gelegenheit, seine Martial-Arts-Skills einzubringen (immerhin durfte er sich zwei Jahre später überzeugend mit Jean-Claude Van Damme in "Universal Soldier: Die Rückkehr" kloppen) und was Altstar Martin Sheen geritten hat, sich für diesen Schund herzugeben, bleibt ein Rätsel und sorgt lediglich für eine unglaublich unlustige "Apocalypse Now"-Anspielung.

Das einzig gute am vergurkten Leinwanddebüt des Höllenkämpfers ist eigentlich der Soundtrack, doch gegen so viel filmischen Dilettantismus kann nicht einmal die gute Musik von Marilyn Manson etwas ausrichten.

Fazit: Die Adaption der berühmten "Spawn"-Comics erweist sich als misslungene Katastrophe sondergleichen. Vom schwachen Skript über die genauso schwache Action bis zu unglaublich miesen CGI-Effekten und lächerlich infantilen Creatures und der nervigsten Nebenfigur der Comicverfilmungsgeschichte ist "Spawn" gnadenlos schlecht. Diese grottige Verschwendung eines angeblichen 40-Millionen-Dollar-Budgets geht nicht mal mehr als unterhaltsamer Trash durch.

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 Teil der Serie 'Spawn' 
 Spawn (1997)  
 Spawn 2 (Projekt eingestellt)  
 
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