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Kritik von Martin Zopick zu 'Eat, Pray, Love'

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Kritik von Martin Zopick
veröffentlicht am 05.09.2017
25%
Typische Julia Roberts Sülze! Regisseur Murphy wird doch nicht etwa heimlich versucht haben sich titelmäßig beim großen Ang Lee anzulehnen?
Es ist der Amerikanismus der oberflächlichen Sorte. Drei Schlagworte als Titel stehen für drei geographische Regionen, die stereotyp präsentiert werden. Eine so heile-heile Welt, dass es schon weh tut.
Italien steht für gutes Essen. Dahin flieht Liz (Roberts) zunächst auf der Suche nach der Wahrheit. Was sonst?! Und natürlich sucht sie auch sich. Hier trifft sie furchtbar nette Menschen, die ihr das Gröbste aus Kultur und Geschichte nahebringen und das ureigenste italienische Motto 'Dolce Farniente'. Sie kontert mit dem wichtigsten amerikanischen Gegenargument 'Thanksgiving' mit Truthahn. Das Ambiente ist allseits bekannte Touristenwerbung, inklusive Neil Youngs 'Heart of Gold'. Da kommen nicht nur Liz die Tränen.
Es geht ihr aber gar nicht gut, denn sie liebt ihren daheim verlassenen Freund David Piccolo (James Franco) natürlich immer noch.
Aber sie kann ja noch nichts Entscheidendes gefunden haben. Sonst wäre der Film schon nach 45 Minuten zu Ende. Also geht es weiter nach Indien: Hier wird gebetet und meditiert. Alte Binsenweisheiten verkündet ein zahnloser Guru 'Gott lebt in dir!' Wer hätte das gedacht? Zuvor hatte man sie noch mit solchen umwerfenden Argumentationen bombardiert wie 'Zerstörung ist der Weg zum Wandel.'
Das letzte Kapitel findet in Bali statt. Hier erklärt ihr Richard aus Texas (Richard Jenkins) die Welt, bevor sie endlich Felipe trifft (Javier Bardem). Wie's weitergeht wissen wir nicht, denn der Film war zu Ende. Er hätte auch 'Fun Fun Fun' heißen können trotz Julia Robert Tränchen.
Sinnsuche mit Tourimuswerbung vermischt. Verdeckte spirituelle Esoterik versteckt sich hinter Hedonismus. Ergebnis gewürzlose Pampe einer Schönen Neuen Welt.
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