Mit Logik ist dem Film nicht beizukommen. Manche tun die Handlung mit innerhäuslicher Gewalt beziehungsweise mit pubertären Fantastereien ab. Und für diese und andere Sehweisen gibt es wahrlich Anhaltspunkte genug. Doch je länger man zuschaut, desto mehr wird man in den Bann des Horrors gezogen. Und man beginnt sogar einige Facetten zu verstehen. Die Geräusche beziehungsweise die akustische Untermalung trägt neben den schockierend schnellen Überraschungsschnitten dazu bei, dass sich ein Gänsehaut-Feeling einstellt.
Da ist zunächst die böse Rabenmutter, die wir aus unseren Märchen kennen, die von den beiden - oder ist es doch nur eine - Stieftochter/Tochter gehasst wird, und umgekehrt. Beide Seiten liefern sich blutige Auseinandersetzungen: es kommt zu Mord und Todschlag - oder spielt sich das Ganze nur im Kopf der Akteure und der Zuschauer ab? Anders als bei anderen Filmen dieses Genres gibt es hier keine sichtbare Lösung oder keine Figur, die im Strudel der Ereignisse eine feste Größe ist, und die alles aufklärt. Darin liegt der Reiz des Films, über den man noch lange diskutieren kann. War diese Kritik hilfreich?
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