Als Mima Kirigoe, die Sängerin der populären Mädchenband "Cham" sich dazu entschließt, ihre
Karriere als Sängerin an den Nagel zu hängen und Schauspielerin zu werden, nehmen ihre Fans
das nicht gerade mit Wohlwollen auf. Einigen scheint der Imagewechsel ihres Idols sogar sehr
sauer aufzustoßen, denn im Umfeld Mimas geschehen seltsame Dinge seit sie in ihrem neuen Beruf
arbeitet.
Mima Kirigoe ist mit ihrer Band "Cham" relativ erfolgreich. Auf dem ersten Platz in den Charts
sind sie zwar noch nicht, aber sie haben eine ansehnliche Gemeinde von treuen Fans. Trotzdem
beschließt sie die Musik Musik sein zu lassen und plant eine Karriere als Schauspielerin.
Eine kleine Nebenrolle in einer Fernsehserie hat sie bereits, die Frage ist nur, ob sie auch hier
Erfolg haben wird.
Wie sich bald zeigt, hat Mima durchaus schauspielerisches Talent, und auch die Bereitschaft sich
in unpopulären Posen ablichten zu lassen. Lediglich einigen ihrer Fans gefällt ihr neues Image ganz
und gar nicht. Und wie Fans eben so sind, neigen sie auch in diesem Fall zur Überreaktion: ein
Fanbrief, der Mima am Set zugestellt werden soll, entpuppt sich als Bombe; sie selbst jedoch bleibt
unverletzt.
Doch es geht noch weiter: im Internet wird eine Seite gefunden, die ein detailliertes Tagebuch
der angehenden Schauspielerin enthält, und seltsamerweise sind in diesem Tagebuch auch Dinge zu
finden, von denen außer ihr selbst eigentlich niemand wissen kann, noch nicht einmal bei strengster
Überwachung. Wie genau geht das vor sich? Mima hat nirgendwo einen Verfolger beobachten können.
Wirklich schade, daß solche Filme wie "Perfect Blue", also Animes aus Japan, bei uns immer noch ein
Schattendasein führen, wo sich doch in der Vergangenheit durch den Zuspruch des Publikums zu Filmen wie
"Akira" oder "Ghost in the Shell" gezeigt hat, daß es auch hierzulande durchaus ein angemessen großes
Publikum gibt.
"Perfect Blue" besitzt eine ausgefeilte Story mit überraschenden Wendungen, die genauso gut auch
als Realfilm hätte verfilmt werden können. Viel Spannung wird durch Illusionen und Traumsequenzen
erzeugt, die aber meiner Meinung nach etwas zu oft eingesetzt wurden, und daher stellenweise etwas
verwirrend sind. Und daß mir niemand auf die Idee kommt, in "Zeichentrickfilmen" seien Sex und Gewalt
Tabuthemen ...