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Kritik von Benjamin Falk zu 'Disney's Dinosaurier'

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Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 02.05.2011
50%
The Walt Disney Company (WDC), umgangssprachlich meistens Disney genannt, ist ein US-amerikanischer Medienkonzern mit Sitz in Burbank, Kalifornien. Gegründet wurde die Firma als Disney Brothers Cartoon Studio (1923) und Walt Disney Productions (circa 1930) von den Brüdern Walt und Roy Disney. Am 6. Februar 1986 wurde sie in The Walt Disney Company umbenannt.
www.disney.com

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Als "Dinosaurier" im Jahre 2000 in die Kinos kam, habe ich ihn gesehen. Seitdem sah ich ihn nicht mehr und das ist schon eine lange Zeit. Erinnerungen hatte ich an das Werk kaum mehr, wusste nur, dass er mir damals ganz gut gefiel. Jetzt habe ich ihn mal wieder gesehen und muss leider sagen, dass "Dinosaurier" kein besonders guter Film ist.

Der Film handelt, wie der Name schon sagt, von Dinosauriern. Es geht um den Dino Aladar, der von Affen aufgezogen wird. Als er sich noch im Ei befindet, entfernt er sich zufälligerweise von seiner Heimat und die Affen nehmen ihn auf. Dann ist Aladar größer und ein Meteorit schlägt ins Wasser ein. Die Insel wird von der Welle erfasst und viele von den Affen sterben. Zusammen mit den Überlebenden macht sich Aladar auf die Flucht. Unterwegs begegnen sie anderen Dinosauriern, die auf dem Weg zu einer nicht zerstörten Landschaft sind. Aladar und die Affen schließen sich ihnen an.
Die Story ist nicht gerade berauschend und bietet nicht viel. Hier sind einfach Dinosaurier und ein paar Affen auf der Reise. Zwischendurch durchlaufen sie Gefahren wie Angriffe von Fleischfressern oder dem drohenden Verdursten. Das wirkt oft sogar wie eine Art Dokumentation. Ansonsten hat das Drehbuch aber irgendwie nichts zu bieten. Hier passiert nicht viel und somit ist "Dinosaurier" ziemlich belanglos.

Sowieso wirkt der ganze Film sehr seltsam. Das wirkt kaum wie ein Kinderfilm und für solche Kost kennt man Disney ja nun mal. Es gibt ziemliche viele Dialoge, was die Kleinen schon mal nicht so sehr interessieren dürfte, doch auch ich fand das seltsam. Es gibt natürlich einige niedliche Dinge, aber irgendwie passt das nicht zum Rest des Filmes. Die Gangart ist nämlich ziemlich düster. Die Kämpfe werden recht schonungslos gezeigt. Klar, es ist in der Natur so, da überlebt der Stärkere, aber will ich das in einem Film von Disney so sehen? Eigentlich nicht. Oft ist das Geschehen ziemlich hoffnungslos und wirkt böse. Natürlich steht am Ende ein Happy End, aber so richtig interessierte mich das gar nicht. Man kann zwar sagen, dass "Dinosaurier" ein recht mutiger Film ist, doch ist das nicht unbedingt positiv gemeint.

Was mir am Meisten fehlte, war ganz einfach der Humor. Dieser Film stellt keine Komödie dar, doch wenn ich etwas von Disney sehe, dann rechne ich natürlich mit witzigen Dingen. Es gibt ein paar kleine Lacher, aber selbst die Kleinen werden hier nicht viel zu lachen haben. "Dinosaurier" wirkt auch nicht so, als wäre ein lustiger Film geplant gewesen. Die düstere Seite dominiert das Werk und auch traurige, wie recht schöne Dinge fehlen nicht. Nur lachen kann man kaum. Zusätzlich sind die Figuren nicht gerade der Hit. Eine Figurenzeichnung gestaltet sich hier sicherlich als nicht so einfach, aber Disney ist doch gerade dafür bekannt, selbst leblosen Gegenständen richtig viel Leben einzuhauchen. Die Dinosaurier und die Affen bestehen allesamt aus Klischeefiguren, niemand ist besonders sympathisch. Irgendwie war das echt schwach!

Der Unterhaltungswert ist also nicht so gut, aber auch nicht wirklich schlecht. "Dinosaurier" fängt an und ist auch schon wieder zu Ende. Die Zeit vergeht schnell, das Werk ist kurzweilig, aber es bleibt kaum etwas hängen, weil kaum etwas passiert. Belanglos also!. Es gibt kaum Humor, keine Spannung und nur ein bisschen Action. Mir war das zu wenig.
Sehr stark sind allerdings die Effekte und der Film war ein echt großes Projekt. Viele Jahre hat die Realisierung gedauert und "Dinosaurier" soll sogar der teuerste Film des Jahres 2000 gewesen sein. Die Animationen sehen sogar aus heutiger Sicht noch ziemlich gut aus und das obwohl elf Jahre bei unserem Fortschritt sehr viel sind. Was darüberhinaus noch sehr gut gelungen ist, ist, dass hier Animationen mit echten Bildern kombiniert wurden. So sind die Landschaften meist real und auch echte Explosionen gibt es zu sehen. Diese Kombination ist wirklich genial und erschafft viele, sehr starke Bilder. Umso enttäuschender ist es, dass Disney nicht mehr aus diesem Film gemacht hat.
Der Score ist ziemlich typisch ausgefallen, unterstützt die emotionalen Szenen meist recht passend, ist aber ansonsten auch nichts Besonderes.

Fazit: "Dinosaurier" ist schon ein seltsamer Film. Die Handlung bietet kaum etwas und ist sehr dünn. Wie ein richtiger Kinderfilm wirkt dies hier nicht. Eher wirkt es wie eine dialoglastige Dokumentation, die aber nicht auf Niedlichkeiten verzichten will. Dies steht im krassen Kontext zu der ansonsten doch recht harten und düsteren Gangart. Der Humor fehlt fast völlig und die Figuren wurden auch nicht gerade toll gezeichnet. Man kann im Endeffekt kaum glauben, es hier mit einem Disneyfilm zu tun zu haben. Dennoch ist das Werk recht kurzweilig und die Effekte sind wirklich sehr stark geworden. Somit schafft es "Dinosaurier" noch auf den Durchschnitt, denn wirklich schlecht ist der Film nicht, aber er ist leider sehr belanglos!

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