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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Dracula - Nächte des Entsetzens'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 02.12.2017
70%
Ähnlich wie für die erfolgreiche "Frankenstein"-Reihe standen bei den Hammer Studios auch für "Dracula" in den 1970er Jahren die Zeichen auf Veränderung. Um den klassischen Stoff um den blutsaugenden Vampirfürsten aufzupeppen, sorgte Roy Ward Baker ("Das grüne Blut der Dämonen", "Die Giftspritze") 1970 mit "Dracula - Nächte des Entsetzens" für den blutigsten und grausamsten Teil der Reihe, der nun in der "Hammer Film Edition" von StudioCanal erstmals auch auf Blu-ray erhältlich ist.
Das Blut einer Fledermaus lässt den gefürchteten Graf Dracula (Christopher Lee) aus der Asche seiner Gruft wieder zum Leben erwecken. Kaum hat er seinen Blutdurst an einem Mädchen aus der Umgebung gestillt, wissen die Bewohner des nahegelegenen Dorfes, wer für die Gräueltat verantwortlich gewesen ist. Während die Frauen zu ihrem Schutz in der örtlichen Kirche ausharren sollen, machen sich die Männer in Begleitung des Pfarrers (Michael Gwynn) auf den Weg zum Schloss, überrumpeln Draculas Diener Klove (Patrick Troughton) und brennen das Schloss nieder. Nach der vermeintlich erfolgreichen Mission müssen sie allerdings feststellen, dass ihre Frauen in der Kirche auf furchtbare Weise ermordet wurden, durch Fledermausbisse grausam entstellt ...
Einige Zeit später feiern die Brüder Paul (Christopher Matthews) und Simon Carlson (Dennis Waterman) den Geburtstag von Simons hübscher Verlobten Sarah Framson (Jenny Hanley), nachdem der Schürzenjäger Paul gerade fast in flagranti vom Bürgermeister hat erwischen lassen, mit dessen Tochter er sich vergnügt hatte. Um den Polizisten zu entkommen, die der Bürgermeister auf den Lüstling angesetzt hat, flieht Paul in das Dorf, in dem Dracula sein Unwesen treibt, und landet schließlich in dessen Schloss. Als Simon und Sarah Paul zu vermissen beginnen, machen sie sich auf den Weg ins Dorf und dann zum Schloss, wo sie von Dracula herzlich dazu eingeladen werden, die Nacht zu verbringen. Erst als Simon durch die hübsche Tania (Anouska Hempel) erfährt, welche Absichten der Graf hegt, versucht er die verängstigten Dorfbewohner dazu zu bewegen, den Kampf gegen Dracula aufzunehmen. Kurioserweise scheint dabei ausgerechnet Klove zu einem Verbündeten zu werden, weil er sich in das Bildnis von Sarah verliebt hat, das durch Paul im Schloss gelandet ist ...
In vielerlei Hinsicht kehrt "Dracula - Nächte des Entsetzens" wieder zu den Ursprüngen der ersten "Dracula"-Filme zurück. Auch wenn das Set-Design überschaubar und mit offensichtlich geringem Budget gestaltet wurde, nehmen Draculas Schloss, der Wald und das Rasthaus des Dorfes einen großen Raum in der Story ein, dazu wirkt Christopher Lee so majestätisch und grausam wie nie zuvor in der Rolle des Vampirfürsten und darf wieder eine größere Rolle in der Story einnehmen. Wie in vielen weiteren Produktionen, die Hammer in den 1970er Jahren auf die Leinwand brachte, bietet auch "Dracula - Nächte des Entsetzens" viel nackte Haut, vor allem aber auch viel Blut und genüsslich zur Schau gestellte grässliche Wunden, vor allem in der Kirche, wo all die Frauen hingemetzelt worden sind. Die Fledermausanimationen wirken heute etwas sehr antiquiert und sorgen für ein nachsichtiges Schmunzeln, ansonsten gewinnt die reaktionäre Moral: die Bösen und die Promiskuitiven sterben einen grausamen Tod, die Guten und keusch Liebenden überleben.
"Dracula - Nächte des Entsetzens" zählt sicher nicht zu den Highlights unter den Hammer-Produktionen, punktet aber auf jeden Fall mit einem herrlich diabolisch aufspielenden Christopher Lee in einer eher wenig originellen Story.
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