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Kritik von Benjamin Falk zu 'Trick'r Treat - Die Nacht der Schrecken'

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Partner von Fantastic Zero
Kritik von Benjamin Falk
veröffentlicht am 19.07.2012
75%
Auf der Suche nach guten Horrorfilmen, bin ich als nächstes auf "Trick 'r Treat" gestoßen, der ziemlich gut sein sollte und zudem Episodenhorror bieten sollte. Sowas sehe ich immer gerne und so ließ ich mich mal überraschen. Insgesamt ist der Film sehr sehenswert und wurde wirklich ziemlich cool gemacht.

Im Großen und Ganzen geht es hier um vier einzelne Stories, die aber allesamt miteinander verwoben sind. Da geht es um einen irren Killer, um Teenager, die von Toten bedroht werden, um Werwölfe und um einen alten Mann, der von einem seltsamen Wesen terrorisiert wird. Das klingt nun erst mal alles nicht besonders originell und eigentlich sind die kleinen Stories auch überhaupt nichts Besonderes. Hier liegt es ganz klar an der Machart. Sonst sieht man bei Episodenhorror eine Folge nach der anderen, manchmal durch eine kleine Rahmenhandlung zusammengehalten. Hier sieht das ganz anders aus. Die Geschichten spielen sich teilweise parallel ab. Zwar konzentriert man sich meistens auf die aktuelle Episode, wechselt aber dennoch immer mal wieder zu einer anderen hinüber. Das sorgt schon mal für Abwechslung. Ebenfalls schön ist es, dass die Stories allesamt miteinander zu tun haben und ineinander verwoben sind. Zusammengehalten wird alles durch die Figur Sam und die Regeln, gegen die man nicht verstoßen sollte. Durch diese etwas andere Aufmachung wirkt "Trick 'r Treat" erfrischend anders und zeigt, dass es nicht immer sehr originelle Drehbücher geben muss, um einen wirklich guten Film zu machen. Ansonsten ist das Drehbuch aber ebenfalls keineswegs schlecht, solide geschrieben und wartet mit ein paar kleineren Überraschungen auf. Ideen hatte man jedenfalls genügend.

Die Darsteller spielen allesamt gut. Niemand spielt eine richtige Hauptrolle und viele sind immer nur relativ kurz zu sehen. Trotzdem sind alle gut besetzt und jeder macht seine Sache souverän.
Dass es bei Episodenhorror keine großartige Figurenzeichnung geben kann, ist natürlich klar. So bekommt hier niemand ein größeres Profil und alle Charaktere bleiben relativ belanglos. Das macht aber nichts, weil man es irgendwie trotzdem geschafft hat interessante Figuren zu kreieren, die nicht in Klischees baden. Für Episodenhorror gut gelungen.

Die Inszenierung hat mir ebenfalls gefallen. "Trick 'r Treat" bietet schon ein paar sehr schöne Kulissen und fängt das Fest Halloween richtig gut ein. Die Optik ist gut und der Film wirkt niemals billig. Handwerklich ist das solide gemacht und kann sich durchaus sehen lassen.
Sehr schön fand ich die Atmosphäre, weil diese sehr abwechslungsreich ist. Da gibt es ein bisschen echten Horror, etwas Grusel und etwas Humor. Manche Stellen sind eher unheimlich und packend, andere können hingegen amüsieren. Der schwarze Humor steht dem Werk sehr gut und ich hatte im Endeffekt am ehesten meinen Spaß mit dem Streifen.

Der Unterhaltungswert ist sehr ordentlich. Die Laufzeit ist mit gerade mal knapp 80 Minuten (mit Abspann) sehr gering und dann bekommt man auch noch vier Stories geboten. Vorher gibt es noch eine kleine Einleitung, dann gibt es auch mal einen Rückblick und das alles sorgt dafür, dass die Laufzeit wirklich sehr schnell verging. Abwechslung wird einem sowieso geboten, weil hier verschiedene Themen behandelt werden. So ist immer etwas los und einen Leerlauf gibt es nicht. Manchmal gibt es ein bisschen Spannung, manchmal auch etwas Action und manchmal dann eben auch etwas Humor. Ich wurde jedenfalls bestens unterhalten.
Auf ein großes Splatterfest braucht man nun nicht zu hoffen, aber so harmlos ist "Trick 'r Treat" im Endeffekt auch gar nicht mal. Es gibt schon ein paar blutige Szenen, die selten auch etwas expliziter werden. Die Effekte sind von Hand gemacht und können sich sehen lassen.
Der Score erfüllt seinen Zweck souverän und ein Song von Marilyn Manson funtktioniert bei Filmen doch immer wieder aufs neue richtig gut.

Fazit: "Trick 'r Treat" bietet keine besonderen Stories, hat aber eine tolle Machart. Dass man alles miteinander verknüpft, hat mir wirklich gut gefallen und deshalb ist das Drehbuch auch gelungen. Die Darsteller spielen allesamt souverän, die Figurenzeichnung ist für einen solchen Streifen in Ordnung und handwerklich ist das wirklich gut gemacht. Die Atmosphäre ist abwechslungsreich, bietet Horror, aber auch etwas Humor und gerade Halloween kommt hier richtig gut zur Geltung. Der Unterhaltungswert ist hoch, weil ständig etwas los ist und der Film ist sehr kurzweilig. Ein bisschen Gewalt, gute Effekte und ein solider Score runden das Gesamtpaket ab. Wirklich empfehlenswert!

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