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Kritik von Dirk Hoffmann zu 'Julia und die Geister'

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Kritik von Dirk Hoffmann
veröffentlicht am 24.02.2011
85%
1965 inszenierte der große italienische Filmemacher Federico Fellini mit "Julia und die Geister" seinen ersten Farbfilm und nutzte die Möglichkeiten der Farbvielfalt ausgiebig, um seine Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse entsprechend symbolträchtig auszukleiden.
Im Mittelpunkt seiner übergangslos zwischen Traum und Realität wechselnden Geschichte steht die stets zurückhaltende Giuletta (Giulietta Masina), die sowohl von ihrem Mann Giorgio (Mario Pisu) als auch ihrer Mutter (Caterina Boratto) in jeder Hinsicht bevormundet wird. Als sie Georgio zu ihrem 15. Hochzeitstag mit einem romantischen Dinner zu zweit überraschen will, taucht er mit einer Schar von Gästen auf, die sogleich eine spiritistische Sitzung veranstalten, bei der Giuletta von den Geistern Iris und Olaf zu hören bekommt, wie langweilig ihr nichtsnutziges Leben Im Luxus sei. Von einem berühmten Hellseher, dem sie ihre Vermutung von einem Verhältnis ihres Mannes erzählt, erhält sie den Rat, mehr aus sich zu machen. Endlich verlässt sie ihr luxuriöses Zuhause und freundet sich mit ihrer Nachbarin, der ausschweifend-aufreizenden, das Leben in vollen Zügen genießenden Suzy (Sandra Milo), an. Fasziniert beobachtet sie zunächst skeptisch, dann zunehmend genussvoller, was ihr Leben bislang vorenthalten hat.
Fellini hat mit "Julia und die Geister" einen prächtigen Bilderreigen in den schillerndsten Farben kreiert. Wie Alice im Wunderland bewegt sich Fellinis Frau Giuletta Masina staunend durch die regenbogenfarbenen Kulissen, ohne sich in ihnen wirklich zu verlieren. Immer wieder scheint sie sich unter ihren Hüten zu verstecken, sich in den Erinnerungen an eine glücklichere Vergangenheit zu verlieren. Die elegant gleitende Kamera kehrt allerdings immer wieder von den fantasievoll kostümierten Traumgestalten und der farbenprächtigen Umgebung zurück zu Giuletta und ihren staunenden Augen. Nino Rota untermalt ihre Reise auf dem Weg zu sich selbst mit luftig-leichten Klängen, die den Triumph der Fantasie und der Träume über die bürgerlichen Etiketten und Zwänge demonstrieren. Bereits als Einzel-Titel erhältlich ist "Julia und die Geister" nun auch zusammen mit Meisterwerken wie " Achteinhalb", "La Strada", "Stadt der Frauen" und "Ginger und Fred" in der großen "Federico Fellini Collection" von Arthaus erhältlich.
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