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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Duell - Enemy at the Gates'

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Duell - Enemy at the Gates
Poster zu "Duell - Enemy at the Gates"Originaltitel: Enemy at the Gates

Kinostart Deutschland: 15.03.2001

Drama, Lovestory, Krieg

USA, Deutschland, Großbritannien, Irland 2001, ca. 131 min.

FSK: ab 16, $90 Mio. Budget
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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann, veröffentlicht am 26.03.2001
Rußland, Herbst 1942: die Deutschen stehen kurz vor dem Einmarsch ins wichtigste Ölfördergebiet der Russen. Die letzte Barrikade stellt Stalingrad, eine kleine Stadt an der Wolga dar, aber die verteidigenden Truppen sind demoralisiert. Um wieder Moral in die Köpfe der Soldaten zu bringen, braucht die rote Armee einen Helden.

Die Aussichten für die Russen, den Krieg gegen die deutschen Truppen zu gewinnen, sind nicht sonderlich gut. Schon weit sind die Nazis nach Osten vorgedrungen; jetzt stehen sie kurz vor dem wichtigsten Ölfördergebiet des Landes kurz hinter Stalingrad. Sollten Hitlers Armeen es schaffen, diese wichtige Rohstoffquelle zu besetzen, haben die Russen den Krieg so gut wie verloren.
Die Moral der russischen Soldaten ist auch nicht gerade sehr förderlich für einen Sieg ihres Landes: jeweils zwei Mann müssen sich eine Waffe teilen, und im Kampf haben sie eigentlich nur die Wahl, durch wessen Kugeln sie sterben. Kämpfen sie, werden sie von der deutschen Übermacht getötet, kämpfen sie nicht, werden sie von ihren eigenen Offizieren wegen Fahnenflucht hingerichtet.
Um die Moral zu stärken, hat Offizier Danilov (Joseph Fiennes) eine Idee. Dafür braucht er will einen Helden, den er durch seine Armeezeitung im ganzen Land feiern lassen will, um somit der Bevölkerung neuen Mut zu geben. Der Soldat Vassili Zaitsev (Jude Law) ist wie geschaffen für diese Figur: er stammt aus bescheidenen Verhältnissen, hat aber im Alleingang schon viele feindliche Soldaten getötet, da er ein hervorragender Scharfschütze ist. Doch die Deutschen riechen den Braten und schicken mit Major König (Ed Harris) ihren besten Mann als Gegner nach Stalingrad.

In den ersten Minuten des Filmes wollte Regisseur Jean-Jacques Annaud wohl die Anfangssequenz aus "Der Soldat James Ryan" überbieten, was ihm allerdings nicht ganz gelungen ist. Es werden zwar gut inszenierte Bilder eines Luftangriffes auf russische Fähren gezeigt, die beklemmende Atmosphäre wie beim Einmarsch der Alliierten in die Normandie erreicht er allerdings nicht. Der Zweikampf der beiden Hauptfiguren Zatisev und König ist gut umgesetzt, auch wenn hinter ihnen der Zweite Weltkrieg kaum noch wichtig erscheint - alles hängt vom Duell dieser beiden Männer ab. Etwas zäh ist die eingeflickte Liebesgeschichte zwischen dem russischen Scharfschützen und einer Soldatin, hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen.

Wertung von Heinz:
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