Drei Strafgefangene auf der Flucht und der Suche nach einem Schatz, mit dem sie bis ans
Ende ihrer Tage ausgesorgt hätten, so sie ihn denn finden. Doch auf dem Weg zum großen
Geld stellen sich ihnen diverse Hindernisse in den Weg.
Der Ausbruch aus dem Gefangenenlager war für Ulysses (George Clooney)
und seine beiden Begleiter Pete (John Turturro) und Delmar (Tim Blake Nelson),
an die er gefesselt ist, noch der einfachste Teil ihres Plans. Jetzt wollen die drei,
immer noch aneinandergekettet, den Weg zu einem großen Schatz antreten, der Beute aus
Ulysses letztem Raubzug. Doch der Weg ist weit, und nicht nur das wachsame Gesetz ist hinter
dem entsprungenen Trio her, sondern auch sondern auch diverse andere seltsame Gestalten,
zum Beispiel Politiker und sagenumwobene Sirenen, die die Männer in ihren Bann ziehen wollen.
Auch ein Zusammentreffen mit dem Ku-Klux-Klan, wo sie einen Freund aus den Klauen der
Kapuzenträger retten müssen, steht auf dem Programm. Ganz nebenbei ist Ulysses auch noch
auf der Suche nach seiner Gattin und seinen Kindern, die aber mit ihm nichts mehr zu tun
haben wollen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, welches Verhältnis die Coens zu den amerikanischen Südstaaten
haben, einerseits lebt der Film von landschaftlich schönen Aufnahmen, auf der anderen Seite
aber sind die Menschen, die dort leben, ziemlich skurril (um es einmal sachte auszudrücken),
und die filmische Umsetzung der Beobachtung dieser Menschen nicht gerade nett.
"O Brother, Where Art Thou" ist einerseits nett anzusehen und auch witzig aufgebaut, dennoch
erscheint die Anlehnung an die Odyssee von Homer doch eher als Alibi zu sein, um diverse
Ereignisse unterbringen zu können. Mit anderen Filmen wie "Fargo" oder "The Big Lebowski"
kann sich dieser Film leider nicht messen, nicht zuletzt auch deswegen, weil der
Hauptdarsteller George Clooney irgendwie nicht so recht in den Film passen will, für Freunde
der Coens ist der Film aber dennoch sehenswert, alleine schon wegen der Bilder.