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Kritik von Matthias Rosenkranz zu 'Death Sentence - Todesurteil'

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Partner von Entania
Kritik von Matthias Rosenkranz
veröffentlicht am 18.09.2007
90%
Eigentlich scheint alles klar zu sein, wenn man sich Inhalt, Plakat und Mitwirkende angesehen hat: Das Plakat in schlichtem düsteren Schwarz/Weiß/Rot gehalten mit einem "blutendem" Baseballschläger, James Wan als Regisseur von "Saw" in diese Richtung bekannt und Kevin Bacon macht mit "Hollow Man" nicht gerade Hoffnung - und zuletzt liest man noch etwas von "Rachefeldzug" "blutrünstig" und "Gnadenlos" ...

Doch anders als erwartet ist "Death Sentence" kein rumgeballere und Amoklauf, sondern ein gut durchdachter, von Charakteren geprägter Action-Thriller. Natürlich gibt es auch Brutalität und Waffengewalt (schließlich ist es ein James Wan Film), doch ist dieser Teil des Films, erstens klar getrennt vom dramatischen Teil und fungiert lediglich als fallende Handlung nach dem Höhepunkt. Dieser ist im übrigen unverkennbar durch die allseits beliebte Frage im Publikum "War's das oder geht's noch weiter?" gezeichnet.

Zweitens passt er durchaus ins Konzept des Films. Vergleiche zu Filmen wie "Hostel", "The Hills have Eyes" oder den "Saw"-Nachfolgern, sind mehr als unangebracht, weil hier die Gewalt nicht im Vordergrund steht. Sie wird gezeigt, keine Frage, sonst wäre das Thema verfehlt, doch wird sie nicht wie in den anderen Werken regelrecht zelebriert.

Eigentlich gehört Kevin Bacon nicht zu meinen favorisierten Schauspielern, doch liefert er in "Death Sentence" ein mehr als überzeugendes Ergebnis ab. Die Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben, und es gibt keine Sekunde, in der man ihm den von Selbstzweifeln geplagten Familienvater nicht abnehmen würde. Er ist nicht der aus Comicbüchern kopierte Held-Stereotyp, sondern der Mann von nebenan: ohne Muskelpakete und mit kleinem Bierbauch. So steht ihm die selbstrasierte Frisur auch nur mäßig was ihn aber umso sympathischer erscheinen lässt.

Durch seine starke Leistung drängt er zwar den Rest des Ensembles etwas in den Schatten, doch nicht so sehr, dass es Jordan Garrett als sein Sohn, Garrett Hedlund als Bandenführer oder John Goodman als Waffenhändeler nicht schaffen würden, positiv aus dem Cast hervorzustechen.

Zur Abrundung kommen außerdem hin und wieder kleine Textpassagen vor, die dem aufmerksamen Zuhörer mehr als einmal ein schmunzeln oder ein Lachen, das im Halse stecken bleibt, bringen.

Alles in Allem ein gelungener Selbstjustizfilm, mit für geübte Augen erkennbarer Katharsis, für den nicht anspruchslosen Zuschauer, (über 18 Jahren).

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