Beerdigungen sind immer ein trauriges und bewegendes Ereignis. Diese entpuppt sich als Alptraum. Daniels Vater soll beerdigt werden. Als Daniel den Sarg öffnet, stellt er fest, dass der Mann, der dort liegt, nicht sein Vater ist. Nach diesem kleinen Malheur treffen die Trauergäste ein. Der Pfarrer will die Beerdigung so schnell wie möglich hinter sich bringen, doch kommt es zu einigen Konflikten, die dies als unmöglich erscheinen lassen: Da wäre zum einen Howard, der noch Onkel Alfie, der im Rollstuhl sitzt, vom Altenheim abholen sollte, und ihn nun aufgrund eines weit entfernten Parkplatzes ganz allein einen langen Berg hinaufschieben muss. Daniels Cousine Martha, die einen sehr nervösen Verlobten namens Simon mit auf die Beerdigung bringt, hat ihm wegen einem beinahen Zusammenstoßes auf der Straße eine Tablette eingeworfen, die sich als Gemisch verschiedener Drogen herausstellt. So kommt es, dass Simon meint, Stimmen aus dem Sarg zu hören, und durch einen Ausraster die ganze Beerdigung zum Leidwesen des Pfarrers in die Länge zieht. Während der Pause lernt Daniel einen Freund seines Vaters kennen, der ihm sehr viel näher stand, als es die Angehörigen wussten, und der durch einen Erpressungsversuch weitere Turbulenzen hervorruft.
Frank Oz, der berühmte Puppenspieler, der entworfen die kleine grüne Figur mit dem grammatikalischen Sprachfehler hat, beschert uns hier eine hinreißende Komödie, die an Witzquote jeden bisherigen Film dieses Jahres übertrifft. Trotz des häufigen Gebrauchs der Droge kommt es immer wieder zu neuen Einfällen und spannt einen Bogen um den ganzen Film bis hin zu einem urkomischen Witz in der letzten Einstellung. Pubertäre Witze gibt es keine, nur einen Fäkalwitz, der allerdings so treffend ist, dass man auch hier ruhig lachen darf, ohne jemals das Gefühl haben zu müssen, dass man in einem durchschnittlichen Teenager-Film sitzt, der zwar als Komödie bezeichnet wird, jedoch so flach wie ein Witzmeer bei Ebbe ist. Auch der Versuch, die Beziehungen und die Probleme in der Familie zu zeigen, und so die Geschichte interessanter zu machen, gelingt größtenteils. Nur der mysteriöse Erpressergast, gespielt von Peter Dinklage, sieht an vielen Stellen zu unschuldig aus. Außer ein paar wenigen Längen ist dies eine der besten Komödien überhaupt und die beste in diesem von unoriginellen Fortsetzungsfilmen geprägten Sommer.