foyer - hier geht's zur startseite... die aktuellen kinocharts für Deutschland und USA aktuelle Meldungen aus der Kinowelt die aktuellen Kino-Starttermine fü Deutschland kinoprogramm unsere aktuellen kritiken heimkino - aktuelle DVD-Termine directory - Stöbere in unserer Datenbank background - Informationen rund um zelluloid.de
zelluloid

Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Tödliche Weihnachten'

WERBUNG
Partner von Entania
Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 11.12.1996
100%
Unter dem Begriff Cliffhanger versteht man den offenen Ausgang einer Geschichte. Das Wort beschreibt auch jenen Höhepunkt, der am Ende einer Geschichte den Zuschauer dazu bewegen soll, auch deren Fortsetzung zu verfolgen.
Eine starke Idee, was der Produzent Renny Harlin, bekannt durch den Film "Cliffhanger" seiner Frau Geena Davis (Thelma aus: Thelma und Louise) da eingebrockt hat: sie arbeitet als normale Lehrerin in einer normalen amerikanischen Stadt, hat aber vor acht Jahren ihr Gedächtnis bei einem Verkehrsunfall verloren, und hatte davor einen ganz anderen Beruf... "Tödliche Weihnachten" ist der zweite gemeinsame Film des Ehepaares Harlin und Davis; der erste Film "Die Piratenbraut" war eher ein Mißerfolg.
Das Drehbuch schrieb der Action-Spezialist Shane Black, der auch schon für Filme wie "Lethal Weapon" (I - III) oder The Last Action Hero verantwortlich war. Er kassierte dieses Mal mit vier Millionen Dollar den höchsten Betrag, der in Hollywood jemals für ein Buch gezahlt wurde.

Zu Beginn des Filmes führt Samantha Caine (Geena Davis) ein recht idyllisches Leben, ist Lehrerin, verheiratet und hat zwei Kinder. Schade nur, daß sie vor acht Jahren einen Autounfall hatte, und sich an die Zeit vor diesem Unfall nicht mehr erinnern kann. Sie hat zwar den etwas heruntergekommenen Privatdetektiv Mitch Henessey (Samuel L. Jackson, Pulp Fiction) angeheuert, der allerdings eher am kassieren als an der Arbeit interessiert ist, und daher auch noch keine allzugroßen Erfolge bei der Suche nach Samantha's Vergangenheit vorweisen kann. Als er dann doch einen Hinweis auf die wahre Idendität seiner Klientin bekommt, fährt er mit ihr zu ihrem "Onkel", der allerdings kein echter Onkel ist, sondern ihr Ausbilder und Vorgesetzter: Samantha war die Agentin Charly Baltimore, die für eine Spezialeinheit der CIA arbeitete! So weit so gut, hätten da nicht die Gegner von damals das Telefon des ehemaligen Chef abgehört und so auch Wind von der Rückkehr Charlys bekommen, und wäre in den vergangenen acht Jahren nicht so viel passiert: Die CIA arbeitet nämlich mittlerweile mit den Terroristen von früher zusammen, weil die amerikanische Regierung das Budget des CIA gekürzt hat, die armen Agenten dadurch Angst um ihre Jobs haben und nun auf die Notwendigkeit ihrer Institution aufmerksam machen wollen, indem sie Terroranschläge dulden. Auch Baltimores ehemaliger "Verlobter" ist nicht echt, sondern ihre damalige Zielperson, der im Agentenjargon nun mal "Verlobter" heißt.
Nach der fast vollkommenen Wandlung von der Hausfrau und Mutter zur Agentin, und nebenbei auch von der langhaarigen Brünetten zur kurzhaarigen Blonden, versucht die Ex-Agentin nun ihren Auftrag von damals zu beenden, wobei sie durch die neue Konstellation, von ihrem Detektiv einmal abgesehen, fast völlig alleine dasteht. Dieser stellt sich jedoch nach und nach als gar nicht so mutig heraus, wie er sich gerne darstellt, sondern eher als Ballast. Zum Glück erinnert sich Charly dann, daß sie in einem doppelten Bodens ihres Koffers seit acht Jahren ein High-Tech-Präzissionsgewehr mit sich rumschleppt, das sie aber immer noch bedienen kann. Im weiteren Verlauf des Filmes fliegen nun Häuser in die Luft und Massen von Gegnern müssen den Löffel abgeben. Am Ende des Filmes stellt sich Henessey doch noch als Held heraus, als er die mittlerweile blonde Heldin aus dem ersten Teil des Lebens und ihre Tochter aus der zweiten Teil das Leben rettet.

Trotz einiger Ungereimtheiten (wie kommt das Gewehr in den Koffer und konnte dort acht Jahre lang unentdeckt bleiben?, woher bekommt eine Frau ohne Vorleben eine Lehrberechtigung?) ist ein Vergleich mit dem Actionklassiker Stirb Langsam mehr als berechtigt. Eine Frau als "weiblicher Bruce Willis" ist eine gute Idee, und in "Tödliche Weihnachten" auch angemessen umgesetzt. Für jeden, der gerne Actionfilme sieht, ist dieser Film Pflichtprogramm!

War diese Kritik hilfreich?
3 von 7 Besuchern fanden diese Kritik hilfreich.
 
zelluloid - Navigationselement
WERBUNG
Kurz-Link zu dieser Seite: http://zel.lu/k5o
foyer | charts | filmnews | kinostarts | kinoprogramm
kritiken | heimkino | directory | background
 
zelluloid.de • ©1998-2017 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann
 
SitemapImpressuminfo@zelluloid.de
Hinweise zum DatenschutzNutzungsbedingungen