Eine junge, anfangs naive Malerin entdeckt unter Hypnose die unterschiedlichsten Facetten ihres Unterbewusstseins und begibt sich auf eine Reise in die tiefsten Abgründe der Frauen- und Menschheitsgeschichte, geprägt von Unterdrückung und Zerstörung.
Sowohl formal als auch inhaltlich subversives und polarisierendes Kunst-Drama des renommierten spanischen Regisseurs Julio Medem zwischen Poesie, gewollt provokativer Schwarz-Weiß-Malerei und herausfordernder Komplexität. Nach einem etwas kurzatmigen Auftakt und trotz manch einer holprig inszenierten Szene, verdichtet der psychologisch tiefgründige Film seine um Männlichkeit und Weiblichkeit, Metaphysik und Mythologie, Globalgeschichte und Lebenswelten, Politik und Religion, Liebe und Existenz kreisenden, zahlreichen Motive zu einer dem aktuellen Zeitgeist entsprechenden, metaphorisch-überdeutlichen und kritischen Allegorie, welche das ambivalente Chaos aus dem verborgenen Inneren der Titelfigur in anmutiger wie suggestiver Manier für den Zuschauer wahrnehmbar macht. Dabei lässt Medem Kontraste, Schicksal und Zufall wiederholt aufeinander prallen und beschwört jenseits der oberflächlichen Logik und Rationalität philosophisch anmutende Assoziationen, rauschhafte Visionen sowie Momente von märchenhafter bis schockierender Intensität. Die sinnliche Hauptdarstellerin Manuela Velles überzeugt mit unverbrauchter Frische und einer famosen Wandlungsfähigkeit.