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Kritik von Michael Scharsig zu 'Der Mann, der niemals lebte'

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Partner von Entania
Kritik von Michael Scharsig
veröffentlicht am 08.02.2011
75%
Bei einem Terroristenthriller, der aus den Vereinigten Staaten kommt, bin ich gewöhnlich sehr vorsichtig, gerade auch, weil ich Filme, wie "Green Zone" mit Matt Damon genauso überbewertet empfinde, wie den "Avatar"-Schläger "The Hurt Locker". Wenn aber Ridley Scott Regie führt und die beiden Hauptakteure Leonardo DiCaprio und Russell Crowe heißen, dann steigt meine Erwartung. In diesem Fall leider zu unrecht.

"Der Mann der niemals lebte" ist ein sehr gewöhnlicher Thriller, der vieles will aber nur wenig seines Potenzials abruft. Die positiven Aspekte zuerst. Mit beeindruckenden und atmosphärischen Aufnahmen ist der Film anderen voraus und auch die Darsteller machen ihre Aufgabe souverän. Während Leonardo DiCaprio seine übliche Rolle durchspielt und Russell Crowe seinen Charakter so überzeugend spielt, dass er nervt, punktet vor allem der dritte im Bunde. Mark Strong als Leiter einer jordanischen Spezialeinheit spielt am geheimnisvollsten und wirkt gerade wegen seiner intensiven Handlungen und Vorgehensweisen zu den Höhepuntkten des Streifens.

Leider hat der Thriller sonst wenig Besonderes. Plötzlich eingebaute Liebesgeschichten und daraus resultierende fragwürdige Entscheidungen tun dem Film nicht gut. Auch an Emotionalität mangelt es, obwohl es in der einen oder anderen Szene sicherlich gut ins Bild gepasst hätte. Hier vergleich ich gerne den besser umgesetzten "Blood Diamond", bei dem ein gewöhnlicher Plot mit einer tragischen Geschichte so gut vermischt wird, dass man am Ende nicht mehr weiß, ob es sich um einen Thriller oder ein Drama handelt. Von den Gesprächen zwischen DiCaprio und Strong abgesehen enttäuschen mich hier außerdem die Dialoge. Bei einem Film in dem die beiden Hauptcharaktere fast ausschleißlich über Funk kommunizieren, streiten und diskutieren hätte ich mir etwas mehr Pepp in den Dialogen gewünscht. Und wenn es schon nicht tiefsinnig ist, dann doch bitte witzig oder zynisch. Leider ist von allem nur ein bisschen zu sehen und zu hören.

Fazit: "Der Mann der niemals lebte" ist kein außergewöhnlicher Thriller, der zwar spannend ist, aber sein Potenzial nicht ausschöpft. Gut aufgelegte Darsteller und tolle Bilder retten den Film leider nicht davor, leicht in Vergessenheit zu geraten.

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