Wer sich (wie auch ich vor dem Film) vor knappen zwei Stunden profaner und infantiler Comedy fürchtet, der sei entwarnt. Ein wahrhaftig aus dem Leben gegriffener Film berichtet im Prinzip von selbigem und benutzt den Hund Marley, den vermutlich mitlerweile jeder schon in der Vorschau gesehen hat, als Metapher für das Leben. Eine gut, aber nicht überragend spielende
Jennifer Aniston reißt den ausschließlich für Komödien gemachten
Owen Wilson in den Szenen, wo es eher ernster wird, mit ihrer doch überraschenderweise relativ guten Leistung wieder heraus. Wer in dem Film jedoch am meisten überrascht, ist der nicht im Film auftauchende Regisseur
David Frankel. Nach dem, meiner Meinung nach, viel zu gehyptem "
Der Teufel trägt Prada", landet Regisseur Frankel einen wesentlich größeren Treffer mit seiner guten, minimal zu sehr auf die Tränendrüsen drückenden Erfolgskomödie. Gerade mit der Filmmusik löst Frankel auf den Punkt das aus, was er sich vermutlich erwünscht hat auszulösen. Was bedeutet das Alles nun für den Kinobesucher im Allgemeinen? Ich würde sagen, dass es, und bitte keine bösen Mails von Frauenvereinen (es ist nicht so böse gemeint, wie es klingt), sich eher um einen "Frauenfilm" handelt. Nichts desto trotz, bin ich froh, mit meiner Freundin den Film gesehen zu haben, da jede anders geschlechtliche Person vermutlich über die Qualität des Films überrascht sein würde (wie auch ich). Prädikat: Sehenswert und Welten besser als "Der Teufel trägt Prada".